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Author: Moonbunnie
last update publish date: 2026-08-11 05:58:42

Jace

Ich war gerade vom Fitnessstudio zurückgekommen und wollte duschen. Doch in dem Moment, als ich das Haus betrat, spürte ich ihre Anwesenheit – diese geldgierige Schlampe und ihre Tochter, die schon in nackter Haut Ärger versprach und mein Haus verpestete.

Sie gehörte nicht hierher. Nicht in mein Zuhause.

Sobald er mich sah, rief Dad: „Da bist du ja, mein Sohn. Komm her.“

Ich ahnte, was gleich passieren würde. Er würde mir seine neue Frau vorstellen. Ich hatte diesen sturen alten Mann bereits gewarnt, sie nicht zu heiraten, aber er weigerte sich, auf mich zu hören.

„Was willst du?“, fragte ich und starrte die Frau neben ihm finster an.

„Pass auf, was du sagst“, fuhr er mich an.

„Meine Zeit ist kostbar, und das weißt du“, murmelte ich und trat näher. „Mach es kurz.“

„Das ist May“, stellte er sie mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht vor. „Deine neue Mutter.“

„Was zum Teufel hast du gerade gesagt?“

„Du hast mich deutlich gehört, mein Sohn. Deine Mutter.“

„Hallo“, sagte sie leise und trat näher an mich heran. „Ich bin deine neue Mutter.“

„Halt verdammt noch mal die Klappe“, knurrte ich sie an, woraufhin sie zurückzuckte. „Bevor ich dich noch bereuen lasse, eine geldgierige Hure zu sein.“

„Was hast du gerade gesagt?“, brüllte Dad und versetzte mir mit seiner Hand einen scharfen Schlag ins Gesicht. „Wie kannst du es wagen, meine Frau als geldgierig zu bezeichnen!“

Meine Wange brannte. Er hatte mich noch nie geschlagen. Nicht einmal, wenn ich es verdient hatte. Und jetzt tat er es – für sie?

„Du hast mich geschlagen?“, fragte ich und berührte mein Gesicht, während ich den Schmerz spürte. „Du hast mich verdammt noch mal wegen ihr geschlagen?“

„Wage es ja nicht –“

„Ist schon gut, Schatz“, unterbrach sie ihn, ihre Stimme süß wie Gift. „Er braucht nur Zeit, sich daran zu gewöhnen.“

Ihr Tonfall war sanft, aber ich ließ mich nicht täuschen. Ich kannte ihren Typ, ich hatte jeden Tag im Büro mit Frauen wie ihr zu tun.

„Du musst ihn nicht verteidigen“, spottete Dad. „Ich weiß, wie ich mit meinem Sohn umgehen muss.“

„Ich werde sie niemals als meine Mutter akzeptieren“, erklärte ich und ging zur Treppe. „Schmeiß sie raus, oder ich mache es selbst.“

Wut brannte in meinen Adern, als ich die Stufen hinaufstieg. Ich stieß die Tür zu meinem alten Zimmer auf und trat ein.

Und da war sie. Celeste Morgan. Die Tochter der Frau, die mein Vater letzte Woche in einer geheimen Hochzeit geheiratet hatte, zu der ich mich geweigert hatte, zu gehen. Zwanzig Jahre alt. Völlig pleite. Und jetzt wohnte sie oben, in meinem verdammten Zimmer.

Sie saß auf meinem Bett, die Beine unter sich gezogen, den Rücken gewölbt, und trug ein winziges Trägertop, das viel zu viel Haut zeigte für jemanden, der eigentlich meine Stiefschwester sein sollte.

„Im Ernst? Glauben reiche Leute etwa nicht an das Klopfen –?“

Als sie mich sah, verstummte sie.

Perfekt. Ich liebte diesen Blick. Den Schock und die Angst in ihrem Gesicht.

Ich lehnte mich gegen den Türrahmen und hielt meine Stimme ruhig und kalt. „Du bist in meinem Zimmer.“

Vor Überraschung öffnete sie den Mund. „Was?“

Sie stand schnell auf, als müsste sie größer sein, um mir gegenüberzutreten.

Verdammt, sie war kleiner, als ich gedacht hatte. Barfuß. Unordentliche Haare. Gerötete Haut, die warm aussah.

Ich hätte weggehen sollen. Hätte dem Hausmädchen sagen sollen, sie solle ihren Kram packen und sie rausschmeißen.

Stattdessen trat ich ein und schloss die Tür hinter mir.

„Das war mal mein Zimmer“, knurrte ich. „Bis deine geldgierige Mutter eingezogen ist und mein ganzes Haus versaut hat.“

Die meisten Mädchen hätten sich zurückgezogen. Nicht sie.

„Oh. Tja, tut mir leid, dass ich deine perfekte kleine Welt ruiniert habe, Prinz Arschloch.“

Ich hätte fast gelächelt. Sie hatte Mumm, das musste ich ihr lassen.

„Red nicht mit mir, als wären wir auf Augenhöhe.“

Das machte sie wütend. Sie straffte die Schultern, als wollte sie sich mit mir anlegen.

„Red nicht mit mir, als hätte ich hier sein wollen.“

Scheiße.

Ohne nachzudenken trat ich näher. Nah genug, um sie zu riechen – Vanille und etwas Süßes, das mir das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ.

Sie wich nicht zurück. Das gefiel mir viel zu gut.

„Ich weiß nicht, was für ein Spiel du und deine Mutter da spielen“, sagte ich, wobei meine Stimme tiefer wurde. „Aber hier ist die einzige Regel, die du kennen musst, kleine zickige Stiefschwester: Halte dich verdammt noch mal von mir fern.“

„Du bist doch diejenige, die in mein Zimmer gekommen ist.“

Eine Herausforderung. In ihren schönen Augen war keine Angst zu sehen.

Ich trat noch näher heran, um sie auf die Probe zu stellen und sie dazu herauszufordern, wegzulaufen.

„Ich gehe rein, wohin es mir verdammt noch mal gefällt.“

Etwas Heißes huschte über ihr Gesicht: Wut, Trotz und etwas, das mein Blut schneller pulsieren ließ.

„Na gut. Dann klopfe das nächste Mal erst mal an. Sonst schreie ich so laut, dass die ganze Nachbarschaft aufwacht.“

Ich lachte – tief und düster. Sie hatte keine Ahnung, womit sie es zu tun hatte.

„Schrei so viel du willst, Prinzessin“, flüsterte ich, so nah, dass mein Atem ihre Haut berührte. „Hier wird dich niemand retten.“

Da sah ich es. Keine Angst, sondern etwas Gierigeres. Verlangen. Neugier. Und wenn ich nicht aufpasste, würde sich daraus eine Besessenheit entwickeln, die uns beide zerstören würde.

Ihr Atem wurde schneller. Ihre Wangen färbten sich rosa. Diese perfekten Brüste hoben und senkten sich unter ihrem dünnen Tanktop, und ich musste meine Fäuste ballen, um mich davon abzuhalten, die Hand auszustrecken und sie zu berühren.

Ihre feurig leuchtenden Augen wanderten für einen kurzen Moment zu meinem Mund, bevor sie wieder nach oben schossen.

Mein Schwanz wurde schon hart, nur weil ich ihr so nahe war. Allein wegen ihres Dufts und der Art, wie sie mich ansah – als wolle sie mich entweder ohrfeigen oder küssen.

Ich drehte mich um und ging hinaus, bevor ich etwas Dummes tat, wie sie gegen diese Wand zu drücken und herauszufinden, ob sie so gut schmeckte, wie sie roch.

So wie diesen klugen Mund zu küssen, bis sie ihren eigenen Namen vergessen hätte.

Die Tür schlug hinter mir zu, aber ich bekam das Bild nicht aus dem Kopf – wie sie da stand, atemlos, wütend und so verdammt verlockend.

Sie gehört dir nicht, sagte ich mir.

Aber es war bereits zu spät. Sie würde alles ruinieren. Oder vielleicht würde ich sie zuerst ruinieren. So oder so, das würde böse enden.

Und ich freute mich schon darauf.

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