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Kapitel 23

Author: Joy Divah
last update publish date: 2026-09-30 23:59:20

Mira

Die dicken Samtvorhänge blockierten das Licht der großen Halle. Dahinter rollte das Geräusch von Hunderten von Stimmen wie ein fernes Meer. Der Geruch von gebratenem Fleisch, süßem Wein, Bergblumen und brennendem Talg drang durch den Bogen und ließ mein Herz ein wenig zu schnell schlagen.

Ich stand still auf dem kalten Stein und holte langsam Luft. Beide Hände glätteten die Vorderseite meines Kleides und versuchten, die Nervosität unter meinen Rippen zu beruhigen.

Das Kleid war tiefes Burg
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  • Zerstöre mich sanft, mein Lykan-König.   Kapitel 23

    MiraDie dicken Samtvorhänge blockierten das Licht der großen Halle. Dahinter rollte das Geräusch von Hunderten von Stimmen wie ein fernes Meer. Der Geruch von gebratenem Fleisch, süßem Wein, Bergblumen und brennendem Talg drang durch den Bogen und ließ mein Herz ein wenig zu schnell schlagen.Ich stand still auf dem kalten Stein und holte langsam Luft. Beide Hände glätteten die Vorderseite meines Kleides und versuchten, die Nervosität unter meinen Rippen zu beruhigen.Das Kleid war tiefes Burgundersseide, sauber über die Schultern geschnitten und fiel in schweren Falten bis zum Boden. Dünner Goldfaden zog sich entlang des Mieders und fing das Fackellicht in weichen Glitzern ein. Eine leichte Krone aus goldenen Bergblättern saß auf meinem silbernen Haar. Es fühlte sich immer noch seltsam an – real auf eine Weise, die mich daran erinnerte, dass ich nicht mehr das gebrochene Mädchen war, das in der Dunkelheit des alten Rudelhauses eingesperrt gewesen war.Japel stand neben mir, groß gen

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    Zane Die Luft im Arbeitszimmer roch nach abgestandenem Eichenlikör und brennendem Wachs, so dicht, dass sie einem Mann den Hals kratzen ließ. Ich blickte nicht einmal von den Grenzlandkarten auf, die über meinen Schreibtisch ausgebreitet lagen, als schwere Schritte den Steinkorridor hinunterhallten. „Ich habe gesagt, dass ich nicht gestört werden will, Max“, knurrte ich, meine Stimme rau vom Schlafmangel. „Alpha“, sagte Beta Max und trat in den Raum, ohne die übliche leise Entschuldigung anzubieten. Er überquerte den Teppich, bis er direkt vor meinem Schreibtisch stand. „Ein königlicher Kurier von der hohen Nordgrenze hat das soeben abgegeben. Es trägt das schwarze Wachssiegel des Grimstone-Palastes.“ Meine Augen rissen sich von den Karten los. Auf dem dunkel polierten Holz lag ein schwerer Pergamentumschlag, mit dickem Silberfaden gebunden und mit dem unverkennbaren, furchterregenden Wappen von König Japel gestempelt. Das schwarze Wachs war noch unversehrt, kalt und glatt im schw

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    Japel Als ich den unteren Ratssaal verließ, fühlte sich jeder Knochen in meinem Körper schwer an, gefangen in einem subtilen, brennenden Schmerz, den ich meinen Ältesten nicht zeigen wollte. Das Aufsaugen des giftigen Silberstaubs direkt aus Miras Blut während der energetischen Bindungsheilung von gestern hatte meinen physischen Kern schwer getroffen. Rein war noch immer still in mir, seine Ausdauer erschöpft davon, die Blutlinien der Zwillinge im Gleichgewicht zu halten, während meine eigenen Lungen das restliche Gift herausfilterten. Ich hatte mich gezwungen, drei unerbittliche Stunden voller Ratsdebatten aufrecht zu stehen und absolute, unerschütterliche Dominanz auszustrahlen, während meine innere Magie wie kalte Asche brannte. Doch in dem Moment, als ich die Türen zu unserer Schlafkammer aufstieß und sie sah, verschwand die knochentiefe Erschöpfung in Luft. Eine plötzliche, anschwellende Flut roher Kraft schoss durch meine Adern. Sie aus dem Nachthemd steigen zu sehen, vollkom

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    MiraDie dampfende Wärme der privaten Badewanne hüllte uns ein und erfüllte den Raum mit den beruhigenden Düften von zerstoßenem Lavendel und süßem Zedernholz.Japel führte mich an der Hand zur Mitte des Marmorbodens, wo eine gewaltige, versenkte Wanne bereits mit warmem, sprudelndem Wasser gefüllt war. Mein seidenes Nachthemd flatterte zu Boden und ließ mich vollkommen nackt vor ihm stehen. Die kühle Bergluft strich über meine Haut und ließ Gänsehaut aufsteigen, doch die intensive Hitze in Japels goldenen Augen verbrannte die Kälte im selben Augenblick.Sein schwerer Blick wanderte langsam meinen Körper hinab, verweilte auf der sanften Wölbung meines Bauches, in dem unsere Zwillinge ruhten, und sank dann tiefer. Ein langsames, dunkles Grinsen berührte seine Lippen.„Zu beschäftigt gewesen, um dich zu rasieren, stimmt’s?“, murmelte er mit tiefer, besitzergreifender Stimme.Meine Wangen flammten karmesinrot auf. Bevor ich ein Wort sagen konnte, griff Japel nach einem silbernen Rasierme

  • Zerstöre mich sanft, mein Lykan-König.   Kapitel 19

    MiraDie schweren Eichentüren der Herrensuite schwangen auf, und die Energie im Raum veränderte sich sofort.Maggie, die leise einen weichen Wollschal an der Toilette faltete, richtete sich augenblicklich auf. Sie neigte den Kopf in tiefer Achtung, als Japel die Schlafkammer betrat. Seine massige Gestalt schien den Türrahmen auszufüllen, sein dunkles Haar war leicht zerzaust und seine goldenen Augen trugen die intensive, nachklingende Hitze der langen Ratssitzung, die er soeben geleitet hatte.Ohne ein Wort gab Maggie mir ein subtiler, beruhigendes Nicken, legte die Hände hinter dem Rücken zusammen und entschuldigte sich. Sie glitt aus dem Raum und zog die schweren Türen hinter sich zu, bis sie leise ins Schloss fielen.Japel sah ihr nach, bevor er seine volle Aufmerksamkeit wieder mir zuwandte. Die harte, kalte Linie seines Kiefers entspannte sich im selben Augenblick, als seine Augen in meine blickten. Mit langen, bedächtigen Schritten durchquerte er den Raum; das Leder seiner Stief

  • Zerstöre mich sanft, mein Lykan-König.   Kapitel 18

    MiraAls ich die Augen öffnete, war die harte, erdrückende Dunkelheit, die mich im Rosengarten zu ertrinken drohte, vollkommen verschwunden.Stattdessen umhüllte eine wohltuende Wärme meine Haut wie eine weiche Wolldecke. Mein Kopf lag bequem auf den Samtkissen der Herrensuite, und der rhythmische, goldene Puls von Japels Magie summte friedlich unter meiner Haut. Ich holte tief und vorsichtig durch die Nase Luft. Der krankhaft-süße, metallische Gestank des Giftes war fortgespült, ersetzt durch den erdenden Duft von Kiefernnadeln, Regen und frischen Bettlaken.Ich streckte die Finger gegen die Matratze und stieß einen leisen Seufzer aus. Meine Muskeln fühlten sich seltsam locker und schwer an, erfüllt von diesem tiefen, befriedigenden Schmerz, der immer auf Japels intensives, ursprüngliches Berühren folgte. Er hatte jeden Tropfen seiner Kraft in mich gegossen, um das giftige Allergen aus meinem Blut zu spülen, und unsere körperliche Vereinigung genutzt, um meinen Kern wieder in Einklan

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