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Kapitel 2

Auteur: Fiona Jan
Doch er bohrte nicht weiter nach.

Susan fuhr fort: „Morgen ist Montag. Hast du am Nachmittag Zeit? Lass uns doch schon mal zum Standesamt gehen und alles erledigen. Zwei Monate früher dürfte doch kein Problem sein, oder?“

Nach der Unterschrift gibt es ohnehin noch Trennungsfrist, und dann ist es auch nicht mehr lange.

Ken sah sie an. Ihr ruhiger, gefasster Ausdruck rief einen prüfenden Blick in seinen Augen hervor. Er wandte den Blick ab und sagte: „Wir gehen, wenn ich es sage.“

Susan senkte den Blick und schwieg.

Das Auto erreichte das Anwesen der Guters.

Frau Guter hatte sie tatsächlich wegen des Babys in Susans Bauch zu sich bestellt.

In der Familie Guter wurden seit Generationen fast nur Söhne geboren.

Frau Guter hatte zwei Söhne: den älteren, Zack Guter, und den jüngeren, Hans Guter.

Zack hatte zwei Söhne. Der ältere, Dan Guter, hatte vor einigen Jahren geheiratet und Zwillingssöhne bekommen, die jetzt fünf Jahre alt waren. Sein jüngerer Sohn, Timo Guter, war 24 und noch unverheiratet.

Hans Guter hatte nur einen einzigen Sohn: Ken.

Deshalb waren Frau Guter und Herr Guter überglücklich, dass Susan ein Mädchen erwartete.

„Das ist wirklich wunderbar! Kaum ist unser kleines Mädchen unterwegs, ist der Alte schon wieder putzmunter.“

Als Rina Guter sah, wie sehr ihre Schwiegermutter das Kind in Susans Bauch schätzte, stimmte sie schnell mit ein und sagte ebenfalls ein paar nette Worte zu Susan.

Susan saß daneben und antwortete brav.

Bei dem Anblick von Susans fülliger Gestalt und ihrem unterwürfigen Gehabe zog sich Rina innerlich alles zusammen. Doch aus Respekt vor der alten Dame ließ sie sich nichts anmerken.

Frau Guter war bester Laune und schenkte Susan einen kostbaren Smaragd-Armreif.

Susan war völlig überrumpelt und wehrte bescheiden ab.

Rina schaltete sich ein: „Wenn Oma ihn dir gibt, dann nimm ihn auch.“

Diese kleinbürgerliche Art ... einfach nicht gesellschaftsfähig.

Susan gab nach und nahm den Armreif an: „Danke, Oma.“

„Schon dich und bring ein gesundes, kräftiges Baby zur Welt.“

Susan nickte lächelnd. Sie wusste, dass Frau Guters Freundlichkeit nicht ihr, sondern dem Kind galt.

Eigentlich sollten sie und Ken zum Abendessen im Anwesen bleiben.

Doch dann erhielt Ken einen Anruf.

Ein Lächeln trat in seine Augen, liebevoll und zärtlich.

Es klang, als spräche er mit einem Haustier.

Mit weicher Stimme rief Ken: „Süßchen.“

Wenn er die Frau heiraten würde, die er liebt, wäre er sicher ein guter Vater.

„Ja, ich komme sofort.“

Er legte auf.

Als Ken sich umdrehte und vom Balkon trat, sah er Susan dort stehen. Sie zuckte erschrocken zusammen und brauchte einen Moment, um sich zu fassen. Als sie zu ihm aufblickte, traf sie sein eiskalter Blick.

Ihr stockte der Atem. Schnell sagte sie: „Oma möchte dich im Arbeitszimmer sprechen.“

Ken sagte nichts und ging an ihr vorbei.

Susan blieb wie erstarrt stehen, während ein stechender Schmerz ihr Herz durchfuhr.

Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder gefangen hatte.

Ken betrat das Arbeitszimmer.

Frau Guter und Herr Guter waren beide anwesend.

„Ken, ich weiß, dass du Susan nicht magst. Aber das Kind kommt bald zur Welt. Susan selbst ist eine ausgezeichnete Partie – Absolventin einer Elite-Universität, sanftmütig... Deine Ehe braucht Stabilität, und sie ist die perfekte Wahl, um sich um dich und euer Kind zu kümmern.“

Ken schwieg.

Doch seine gerunzelte Stirn verriet seinen Unmut.

Frau Guter war das natürlich nicht entgangen. Susans Aussehen war in der Tat eher unscheinbar und passte überhaupt nicht zu ihrem Enkel.

Herr Guter ergriff das Wort: „Im Moment solltest du an deinem Familienstand nichts ändern. Wenn du sie wirklich nicht magst, dann behalte sie eben noch ein oder zwei Jahre, solange sie sich nichts zuschulden kommen lässt.“

Frau Guter fügte hinzu: „Genau. So viele Leute beobachten dich und warten nur darauf, einen Skandal aus dir zu machen. Es ist auch noch früh genug für eine Trennung, wenn das Kind aus dem Gröbsten raus ist.“

„...“

Ken dachte einen Moment nach, sein gutaussehendes Gesicht undurchdringlich. Man konnte nicht erahnen, was in ihm vorging. „Opa, Oma, ich habe verstanden“, sagte er schließlich.

Als Susan Frau Guter wiedersah, sagte diese zu ihr: „Ken musste dringend wegen der Firma weg. Ich lasse dich später vom Chauffeur nach Hause bringen.“

Susan nickte. „In Ordnung.“

Bevor sie an diesem Tag ging, ermahnte Frau Guter sie: „Auch wenn du schwanger bist, musst du dich bewegen und auf dich achten. Deine Schwiegermutter und die anderen Frauen in der Familie mussten damals, als sie schwanger waren, nicht nur ihre Männer zu Veranstaltungen begleiten, sondern auch den Haushalt führen. Manche Dinge bekommt man leicht, aber sie zu behalten, ist eine ganz andere Sache.“

Susan verstand sofort, was die alte Dame damit andeuten wollte.

Die Frau eines Guters zu sein, war kein Zuckerschlecken. Wenn sie ihre Position festigen wollte, musste sie sich ändern.

So wie sie jetzt war, machte sie Ken nur Schande.

Sie hatte schon oft versucht, etwas für sich zu tun – Sport, Yoga, Abnehmen. Aber ihr fehlte die Kraft, um durchzuhalten. Körperlich und seelisch ausgelaugt, hatte sie stattdessen immer mehr zugenommen.

Doch Frau Guter hatte recht. Sie durfte sich nicht länger so gehen lassen. Aber nicht, um ihre Position zu sichern, sondern für sich selbst und ihre Zukunft.

„Oma, ich habe verstanden.“

Am Abend.

Zu Susans Überraschung kam der Mann, der ihr erst am Morgen die Scheidung angekündigt hatte, tatsächlich nach Hause.

„Du ...“

„Koch mir eine Brühe gegen den Kater und bring sie mir ins Arbeitszimmer.“

Nach diesen Worten ging Ken nach oben ins Arbeitszimmer.

Susan fasste sich, ging in die Küche, kochte eine Brühe für ihn und brachte sie ins Arbeitszimmer.

Er blätterte in seinen Unterlagen, sein Blick war streng, und ihn umgab eine Aura unnahbarer, kalter Distanz.

Sie störte ihn nicht weiter und verließ leise das Zimmer.

Auch wenn er nach Hause kam, schliefen die beiden in getrennten Zimmern.

Er schlief im Hauptschlafzimmer im ersten Stock.

Sie im Gästezimmer im Erdgeschoss.

Am nächsten Morgen.

Weil Ken zu Hause war, hatte das Hausmädchen ein üppiges Frühstück vorbereitet.

Er saß am Kopfende des Tisches, doch von Susan war nichts zu sehen.

Früher, wenn er zu Hause war, hatte Susan nicht nur seine Kleidung für den nächsten Tag gebügelt, sondern ihm auch persönlich das Frühstück zubereitet. Sie war in der Tat eine pflichtbewusste Ehefrau gewesen.

Doch heute Morgen waren seine Sachen nicht gebügelt, und das Frühstück hatte das Hausmädchen gemacht.

„Wo ist sie?“, fragte Ken ungeduldig.

Luna Luen legte sofort los: „Ich habe sie schon früh am Morgen gerufen, aber sie weigert sich aufzustehen. Jeden Tag müssen wir ihr das Essen aufs Zimmer bringen, sie würdigt uns keines Blickes. Wenn wir fragen, was sie essen möchte, sagt sie kein Wort. Wir können doch keine Gedanken lesen! Sie ist doch nur schwanger. Als die gnädige Frau damals mit Ihnen schwanger war, hat sie sich aufopferungsvoll um den Herrn Vorsitzenden gekümmert. Aber diese hier ist nur zum Faulenzen da!“

Ken runzelte die Stirn: „Hol sie runter.“

„Verstanden.“

Susan war schon längst wach. Sie hatte nur darauf gewartet, dass Ken das Haus verlässt.

In diesem Moment stieß Luna die Tür auf. Als sie Susan auf dem Sofa sitzen sah, sagte sie verächtlich: „Na, seht mal einer an, die feine Dame. Warten Sie auf eine persönliche Einladung?“

Susan hob den Blick und erwiderte eiskalt: „Wenn ich es nicht bin, bist du es dann vielleicht?“

In all den Monaten war Susan immer unterwürfig und still gewesen.

Damit hatte Luna nicht gerechnet.

„Wenn ihr euch mir gegenüber noch einmal so respektlos aufführt, dann wundert euch nicht, wenn ich Frau Guter erzähle, was ihr hier in dieser Zeit wirklich getrieben habt.“

Die Scheidung stand ohnehin bevor, sie hatte nichts mehr zu verlieren. Warum sollte sie sich in den verbleibenden zwei Monaten noch schikanieren lassen?

Luna starrte sie mit großen Augen an. „Du ...“

Gestern hatte Rina sie angerufen und ihnen aufgetragen, sich gut um Susan zu kümmern. Es war doch das einzige Mädchen in der Familie Guter seit drei Generationen. Sie hatte einfach Glück, dass Frau Guter so viel Wert auf die Tochter legte.

Luna musste ihren Ärger hinunterschlucken. „Der junge Herr wartet im Esszimmer auf Sie.“

Susan war überrascht.

Sie ging ins Esszimmer.

Ken saß beim Frühstück. Er hob den Blick und musterte Susan. Sie trug eine lange, weiße Strickjacke, deren Stoff sich über ihren aufgedunsenen Körper spannte und völlig aus der Form geraten war. Ihre Schritte waren unsicher, fast wankend, und ihr riesiger Bauch sah aus, als würde sie gleich mehrere Kinder erwarten.

Susan spürte seinen Blick auf sich und setzte sich bewusst weit von ihm entfernt hin. Da hörte sie seine kühle, gleichgültige Stimme: „Luna und die anderen sind langjährige Angestellte aus dem Haupthaus. Du kannst nicht verlangen, dass sie sich bei allem nach dir richten. Du bist nur schwanger, nicht bewegungsunfähig.“

Nur schwanger?

Ja, genau.

Dieses unerwartete Kind bedeutete ihm anscheinend nichts.

Dieser unprovozierte Tadel konnte nur bedeuten, dass Luna hinter ihrem Rücken über sie gelästert hatte.

Es war nicht das erste Mal.

„Wenn es ihnen zu viel Mühe macht, sich um mich zu kümmern, dann schick sie zurück ins Haupthaus. Ich kann auch selbst für mich sorgen.“

sagte Susan mit ruhiger Stimme, während sie in ihrem Porridge rührte.

Ohnehin kochte sie selbst, wusch ihre Wäsche selbst und putzte ihr Zimmer selbst. Die Angestellten taten nur so, als würden sie arbeiten, wenn Ken zu Hause war.

Ken zog die Augenbrauen zusammen.

Susan wusste, dass dies ein Zeichen seines Missfallens war.

Sowohl im Beruf als auch im Privatleben war Ken extrem dominant und duldete keinen Widerspruch.

„Ich erinnere dich nur. Ich frage nicht nach deiner Meinung.“

Susan senkte den Kopf und schwieg.

Ken betrachtete ihren leblosen Ausdruck, und sein Gesicht wurde immer finsterer.

Dann wies er Luna und die anderen an: Ab jetzt kümmert Susan sich um alles selbst, sie müssten sie nicht mehr bedienen.

Susans Hand, die den Löffel hielt, verkrampfte sich.

Nach dem Frühstück verließ Ken das Haus.

Susan fuhr zur Amden-Uni.

Sie ging zum Büro von Simon.

Hinter dem Schreibtisch saß ein junger Mann im Anzug, mit einer randlosen Brille auf seiner markanten Nase. Er strahlte Reife und Gelassenheit aus.

Simon war gerade einmal 29 Jahre alt und bereits der jüngste ordentliche Professor der Finanzfakultät der Amden-Uni – ein Genie, dessen Name in der Finanzwelt einen klangvollen Ruf hatte.

Sie hob die Hand und klopfte an die Tür.
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