เข้าสู่ระบบPOV: LilyIch hätte ihm niemals den Rücken zukehren dürfen – vor allem nicht, nachdem ich verstanden hatte, wie zerbrochen sein Wolf war und wie sehr er sich selbst hasste. Jetzt, gefangen in seiner Wolfsgestalt, während sein Körper heilt, kennt Xavier nur noch eines: Wut, seit der erste Schmerz nachgelassen hat. Wegen mir ist er am Leben; und selbst wenn er gesundet und darüber hinwegkommt – dann als Wolf, als dieses Wesen, das er mehr als alles andere auf der Welt verabscheut.Xavier hat nur einen einzigen Gedanken: Rache. Und ich bin das leichteste Ziel.Mir wird die Kehle zugeschnürt, als mir das Blut in den Hals steigt. Ich stoße ihn von mir weg, während er mich zerfleischt, mich zwischen seinen Kiefern packt und mich schüttelt wie eine Puppe. Lucian dreht sich bei dem Geräusch meiner erstickten Schreie um, aber er ist zu weit weg. Er mag der mächtigste Alpha, der schnellste und stärkste Wolf sein, den ich kenne – doch er wird nicht rechtzeitig kommen.Ich sterbe. Und alles nur,
POV: LilyEin blauer, blendender Lichtblitz erfüllt den Raum und löscht alles aus, was sich ihm in den Weg stellt. Meine Augen werden geblendet, und für einen schrecklichen Augenblick scheint die Zeit stillzustehen – dann rast sie weiter, als wollte sie jeden verlorenen Moment nachholen, in einem Aufruhr von Bewegung und Angst.Die Tür zersplittert, als eine Gruppe von Wölfen und Hexen gemeinsam hereinstürmt, vereint in einem einzigen, kraftvollen Vorstoß. An ihrer Spitze steht mein Gefährte Lucian Blackthorne, dessen Fäuste noch immer von jenem blauen Licht leuchten, das eben noch den ganzen Raum erfüllte. An seiner Seite stehen Elowen und eine weitere ältere Hexe, die ich nicht kenne. Sie stellen sich sofort an seine beiden Seiten, ihre Augen glänzend, ihre Körper strahlend, und jede von ihnen hält einen stabähnlichen Gegenstand in der Hand, bereit für den Kampf.Clayton Stevenson hatte in einem Punkt recht: Verstärkung ist eingetroffen. Aber nicht seine.Sondern meine.Clayton sieh
POV: Lily Das Piepen der Geräte und der Kampf, der sich direkt vor der Tür abspielt, hallen durch den Raum, und mein Körper spannt sich an. Xavier liegt zu meinen Füßen, keuchend, die Augen verdreht, während ich ihn auf den Boden sinken lasse. »Bitte, Annie«, wiederholt eine tiefe, heisere und zerbrochene Stimme. »Das Kind weiß nicht, was es tut. Lass ihn leben.« Der Wolf auf dem Bett bewegt sich und schiebt die Decke beiseite. Er setzt seine Füße vorsichtig auf und kämpft darum, sich aufzurichten. Schläuche und Drähte ragen in alle Richtungen aus seinem Körper: Manche leiten Flüssigkeiten ein, andere führen sie ab — ein Gewirr, so kompliziert, dass ich nicht sagen könnte, ob es ihn retten oder töten würde, wenn ich ihn von den Schläuchen und Drähten befreien würde. Wie lange ist er schon in diesem Zustand, dahinsiechend und jeden Tag ein Stück mehr seine Identität als Wolf verlierend? »Ich glaube, er weiß genug«, bringe ich mit Mühe hervor, mein Herz schmerzt bei dem Klang sei
POV: Lily Der Drang zu schreien ist überwältigend, doch ich unterdrücke ihn. Ich atme durch die Nase und versuche verzweifelt, meinen Herzschlag zu beruhigen. Mein Geist kann kaum begreifen, was meine Augen sehen: Der gebrochene Mann vor mir war einst ein Wolf. Was von ihm übrig ist, ist ein Konstrukt aus Metalldrähten, gedehnt und verzerrt. Teile wurden ersetzt, andere entfernt. Der Wolf selbst liegt in einem schmerzhaften Schlaf, seine Stirn für immer gezeichnet von Alter und Leid. Gefangen zwischen zwei Gestalten ist sein Körper mit Flecken roten Fells bedeckt. An seinem Schädel, dort wo man ihn nicht rasiert hat, um Metallplatten und Dioden anzubringen, sind seine wenigen Haare vorzeitig ergraut. Dorian Voss, einst stolzer Gamma des Rudels von Silbermond, ist nun nicht mehr als ein Geflecht aus Drähten, Röhren und Fleisch. Genau das hat die Stahlwache aus ihm gemacht. Ich habe meinen Vater nie kennengelernt. Doch tief in meiner Seele, tief in meinem Wolf, hat sich sofort ei
POV: Elliot Es ist nun drei Tage her, seit wir wissen, dass unsere Gefährtinnen im Osten sind und auf uns warten. Drei qualvolle Tage, an denen ich jeden Abend beim Einschlafen ihre Schreie der Qual in meinem Geist widerhallen höre. Doch wir haben einen Krieg zu gewinnen. Einen Krieg, von dem wir nicht einmal ahnten, dass wir ihn führen, bis wir mitten hineingeworfen wurden. Wir ziehen von Ort zu Ort, versammeln so viele Wölfe und Hexen wie möglich, verbünden uns und verbergen uns in den Wäldern, um uns zu stärken und zu heilen, während wir unseren Angriff auf Ashford Vale vorbereiten. Lucian hat uns alle zu seinen Leutnants ernannt, und er befehligt uns als Alphakönig. Auf unseren Reisen hat Lucian durch seine einzigartige Gabe der Heilung ganze Wolfsgruppen von dem Wahnsinn geheilt und ihnen geholfen, wieder zu sich selbst zu finden. Sogar die Hexen stehen uns zur Seite. Sobald Elowen und Harlem begannen, die kleinen Hexenzirkel zu kontaktieren und die getrennten Familien zusam
POV: Lily Die Menschen haben nicht damit gerechnet, dass wir uns wehren — ein Fehler, den sie schnell bereuen sollten. Dutzende Wölfe fletschen die Zähne und kratzen mit ihren langen, scharfen Krallen an den Gitterstäben ihrer Käfige. Mein Aufruf zu den Waffen war der Funke, der ihre Wut entfachte, nach Monaten der Gefangenschaft, der Folter und des Leids. Nun richtet sich die Wut von tausend Wölfen gegen ihre Peiniger, und zum ersten Mal verstehen die Menschen, die uns bewachen, eines: Sie haben einen Fehler gemacht, uns alle an einem Ort zu versammeln. Als mein Behälter auf den Betonboden hinabgelassen wurde, gefolgt von mehreren weiteren in einer endlosen Reihe, hallt der Raum bereits vom Knallen der Peitschen und von Schreien — Menschen und Wölfe durcheinander —, während beide Seiten um die Vorherrschaft kämpfen. Selbst im Käfig kämpft mein Volk wild entschlossen und beißt jede Hand, die töricht genug ist, sich zu nähern, während Energieblitze durch die Decke zucken und Zauber a







