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Kapitel 7

Autor: Zara Everly
last update Data de publicação: 2026-11-04 23:07:46

Mehrere Minuten lang hielt Maya alle vom Eingang fern. Die Stimme draußen war verstummt, doch die Ungewissheit, die sie umgab, beunruhigte Maya noch mehr als das Klopfen selbst.

Ethan lief unruhig zwischen Wohnzimmer und Küche hin und her und schaute alle paar Sekunden auf sein Handy.

„Immer noch kein Netz“, murmelte er.

„Versuch es noch einmal beim Sicherheitsdienst der Wohnanlage.“

„Habe ich schon. Niemand geht ran.“

„Versuch es bei der Notrufnummer.“

Er warf ihr einen frustrierten Blick zu.
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  • Öffne die Tür nicht    Kapitel 7

    Mehrere Minuten lang hielt Maya alle vom Eingang fern. Die Stimme draußen war verstummt, doch die Ungewissheit, die sie umgab, beunruhigte Maya noch mehr als das Klopfen selbst.Ethan lief unruhig zwischen Wohnzimmer und Küche hin und her und schaute alle paar Sekunden auf sein Handy.„Immer noch kein Netz“, murmelte er.„Versuch es noch einmal beim Sicherheitsdienst der Wohnanlage.“„Habe ich schon. Niemand geht ran.“„Versuch es bei der Notrufnummer.“Er warf ihr einen frustrierten Blick zu. „Maya, das habe ich auch schon versucht.“Sie verstand seinen Frust, doch die Geduld zu verlieren, würde niemandem helfen. Sie ging in die Küche, füllte drei Gläser mit Wasser, stellte eines vor Kath ab und setzte sich dann neben sie.„Trink ein wenig, mein Schatz.“Kath nahm das Glas, rührte es aber kaum an.„Kommt die böse Frau wieder?“Maya sah ihre Tochter mitleidsvoll an.„Ich weiß es nicht, Liebling, aber unsere Tür ist abgeschlossen. Hier drinnen bist du sicher.“„Können wir Oma anrufen?“

  • Öffne die Tür nicht    Kapitel 6

    „Bitte mach die Tür auf. Ich bin’s.“Mayas Finger umklammerten ihr Handy fester. Sie erkannte die Stimme sofort. Sie klang wie die von Mrs. Carter, der älteren Dame, die gegenüber ihrer Wohnung wohnte – doch nach allem, was an diesem Nachmittag geschehen war, reichte bloße Vertrautheit nicht mehr aus, um ihr ein Gefühl von Sicherheit zu geben.Ethan trat näher an den Eingang heran.„Das ist doch Mrs. Carter, oder?“Maya nickte langsam.„Warum stehen wir dann noch hier? Sie hat bestimmt Angst.“„Bleib zurück.“Er sah sie ungläubig an. „Maya, sie ist unsere Nachbarin.“„Und wir wissen nicht, was mit ihr passiert ist.“Es klopfte erneut, gefolgt von einer verzweifelten Stimme.„Mrs. Bennett? Bitte! Ich weiß, dass Sie drinnen sind. Bitte machen Sie die Tür auf.“Maya trat vorsichtig näher, hielt dabei jedoch einen gewissen Abstand zum Eingang.„Mrs. Carter, sind Sie das?“„Ja, Liebes! Gott sei Dank. Ich habe schon versucht, jemanden dazu zu bringen, mich reinzulassen.“„Sind Sie allein?“

  • Öffne die Tür nicht    Kapitel 5

    Maya erreichte die Wohnungstür, bevor Ethan sie aufhalten konnte.„Wo gehst du hin?“„Ich will sehen, was da los ist.“„Du hast mir doch gerade erst gesagt, ich solle mich nicht in die Nähe des Eingangs begeben.“„Ich öffne die Tür ja nicht.“Sie presste ihr Ohr dagegen; Stimmen drangen durch den Flur, und jemand weinte.Eine andere Person rief laut nach dem Sicherheitsdienst.Dann ertönte ein schwerer Schlag.Maya wich zurück.Ethan trat näher heran.„War das unten?“„Ich glaube schon.“Kath tauchte hinter ihnen auf.„Was ist los?“Maya drehte sich um.„Geh in dein Zimmer, mein Schatz.“„Warum?“„Weil ich möchte, dass du etwas für mich erledigst.“Maya wollte nicht, dass sich ihr kleines Kind wegen einer Sache, über die sie noch gar nichts Genaues wussten, solche Sorgen machte.„Nimm deine Schultasche und stell sie neben dein Bett. Hol dann deine Lieblingskleidung und deine Schuhe.“„Gehen wir irgendwohin?“„Noch nicht. Ich möchte nur, dass alles bereitsteht.“Kath nickte und eilte d

  • Öffne die Tür nicht    Kapitel 4

    Der Schuss veränderte die Atmosphäre in der Wohnung.Kath weigerte sich, von Mayas Seite zu weichen.Ethan stand am Fenster und versuchte zu erkennen, was geschehen war, doch Maya zog die Vorhänge zu.„Komm weg von dort.“„Ich habe nur geschaut.“„Du hast genug geschaut.“Er wandte sich ihr zu.„Maya, wir müssen wissen, was vor sich geht.“„Und was bringt es, aus dem Fenster zu starren?“„Vielleicht hilft es uns, die Lage zu verstehen.“„Dann benutz dein Handy. Stell dich nicht dorthin, wo dich jemand von draußen sehen kann.“Ethan trat zurück.Diesmal widersprach er nicht.Maya sah in den Nachrichten nach.Die Berichte wurden immer beunruhigender.Die Notaufnahme des Central General Hospital hatte die Patientenaufnahme vorübergehend eingestellt, nachdem mehrere Patienten das medizinische Personal angegriffen hatten.Ein weiterer Bericht schilderte gewalttätige Vorfälle an einem Busbahnhof.Ein dritter zeigte Aufnahmen von Polizisten, die Menschen aus einem Einkaufsviertel wegbrachten

  • Öffne die Tür nicht    Kapitel 3

    Die Heimfahrt dauerte fast doppelt so lange wie gewöhnlich.Der Verkehr war zu einem Chaos aus liegengebliebenen Autos, ungeduldigen Fahrern und Fußgängern geworden, die versuchten, die Straße an jeder beliebigen Stelle zu überqueren.Maya hielt beide Hände fest am Lenkrad.Ethan schaute auf sein Handy.„Es heißt, die Krankenhäuser seien voll.“„Welche Krankenhäuser?“„Das Central General. St. Mary’s. Sogar die Privatkliniken.“Maya warf ihm einen Blick zu.„Woher wollen die das wissen?“„Jemand hat ein Video von vor dem Central General gepostet. Da liegen Leute auf dem Boden.“„Hör auf, dir solche Videos anzusehen.“„Woher sollen wir denn sonst wissen, was vor sich geht?“„Wir werden auf offizielle Informationen warten.“Ethan lachte humorlos auf.„Die Verantwortlichen wissen doch selbst nicht, was hier eigentlich passiert.“Maya antwortete nicht.Er hatte nicht ganz unrecht.Hinter ihnen ertönte eine Sirene.Sie blickte in den Rückspiegel und fuhr an den Straßenrand, um einen Kranke

  • Öffne die Tür nicht    Kapitel 2

    Bis Mittag war Greyford zum Schauplatz einer hitzigen Online-Debatte geworden.Videos der Vorfälle vom Vormittag verbreiteten sich in den sozialen Medien. Einige zeigten Menschen, die in der Öffentlichkeit aufeinander losgingen. Andere zeigten Polizisten, die Mühe hatten, Personen unter Kontrolle zu bringen, die völlig abwesend wirkten – als nähmen sie ihre Umgebung gar nicht mehr wahr.Niemand schien sich einig zu sein, was da eigentlich vor sich ging.Die einen machten illegale Substanzen dafür verantwortlich.Andere vermuteten eine neue Krankheit.Wieder andere behaupteten, die Videos seien übertrieben.Maya scrollte auf ihrem Smartphone, während sie neben der Küchentheke stand.„Hast du das gesehen?“, fragte Ethan.Er hielt ihr sein Handy hin.Das Video zeigte einen Mann, der durch eine belebte Einkaufszone torkelte. Seine Kleidung war schmutzig, und sein Kopf hing in einem unnatürlichen Winkel herab.Eine Frau trat an ihn heran.„Entschuldigung? Geht es Ihnen gut?“Der Mann antwo

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