Se connecterDie Regierung ordnete an, dass die Bewohner von Greyford in ihren Häusern bleiben sollen. Doch was geschieht, wenn die Monster bereits im Inneren sind? Als eine rätselhafte Infektion gewöhnliche Menschen in gewalttätige Raubtiere verwandelt, muss Maya Bennett um das Leben ihrer achtjährigen Tochter und ihres jüngeren Bruders kämpfen – während ihre Stadt im Chaos versinkt. Die Vorräte gehen zur Neige, infizierte Fremde verbergen sich unter den Überlebenden, und die Regierung ist nicht in der Lage, den Ausbruch einzudämmen. Maya erkennt bald, dass das reine Überleben gefährlicher sein könnte, als sie es sich je hätte vorstellen können. Vertrauen wird zum Glücksspiel, und die falsche Tür zu öffnen, könnte sie alles kosten. Unterwegs trifft sie auf Daniel, einen ehemaligen Rettungssanitäter, der verzweifelt nach seiner verschwundenen Tochter sucht. Während sie gemeinsam Verrat, verheerende Verluste und unmögliche Entscheidungen durchleben, beginnt sich eine unerwartete Liebe zwischen ihnen zu entwickeln. Doch während Greyford in sich zusammenbricht und die Gefahr von allen Seiten näher rückt, muss Maya entscheiden, wie viel sie zu riskieren bereit ist, um die Menschen, die sie liebt, am Leben zu erhalten. In einer Welt, in der keine Tür wirklich sicher ist, hat das Überleben seinen Preis.
Voir plusMehrere Minuten lang hielt Maya alle vom Eingang fern. Die Stimme draußen war verstummt, doch die Ungewissheit, die sie umgab, beunruhigte Maya noch mehr als das Klopfen selbst.Ethan lief unruhig zwischen Wohnzimmer und Küche hin und her und schaute alle paar Sekunden auf sein Handy.„Immer noch kein Netz“, murmelte er.„Versuch es noch einmal beim Sicherheitsdienst der Wohnanlage.“„Habe ich schon. Niemand geht ran.“„Versuch es bei der Notrufnummer.“Er warf ihr einen frustrierten Blick zu. „Maya, das habe ich auch schon versucht.“Sie verstand seinen Frust, doch die Geduld zu verlieren, würde niemandem helfen. Sie ging in die Küche, füllte drei Gläser mit Wasser, stellte eines vor Kath ab und setzte sich dann neben sie.„Trink ein wenig, mein Schatz.“Kath nahm das Glas, rührte es aber kaum an.„Kommt die böse Frau wieder?“Maya sah ihre Tochter mitleidsvoll an.„Ich weiß es nicht, Liebling, aber unsere Tür ist abgeschlossen. Hier drinnen bist du sicher.“„Können wir Oma anrufen?“
„Bitte mach die Tür auf. Ich bin’s.“Mayas Finger umklammerten ihr Handy fester. Sie erkannte die Stimme sofort. Sie klang wie die von Mrs. Carter, der älteren Dame, die gegenüber ihrer Wohnung wohnte – doch nach allem, was an diesem Nachmittag geschehen war, reichte bloße Vertrautheit nicht mehr aus, um ihr ein Gefühl von Sicherheit zu geben.Ethan trat näher an den Eingang heran.„Das ist doch Mrs. Carter, oder?“Maya nickte langsam.„Warum stehen wir dann noch hier? Sie hat bestimmt Angst.“„Bleib zurück.“Er sah sie ungläubig an. „Maya, sie ist unsere Nachbarin.“„Und wir wissen nicht, was mit ihr passiert ist.“Es klopfte erneut, gefolgt von einer verzweifelten Stimme.„Mrs. Bennett? Bitte! Ich weiß, dass Sie drinnen sind. Bitte machen Sie die Tür auf.“Maya trat vorsichtig näher, hielt dabei jedoch einen gewissen Abstand zum Eingang.„Mrs. Carter, sind Sie das?“„Ja, Liebes! Gott sei Dank. Ich habe schon versucht, jemanden dazu zu bringen, mich reinzulassen.“„Sind Sie allein?“
Maya erreichte die Wohnungstür, bevor Ethan sie aufhalten konnte.„Wo gehst du hin?“„Ich will sehen, was da los ist.“„Du hast mir doch gerade erst gesagt, ich solle mich nicht in die Nähe des Eingangs begeben.“„Ich öffne die Tür ja nicht.“Sie presste ihr Ohr dagegen; Stimmen drangen durch den Flur, und jemand weinte.Eine andere Person rief laut nach dem Sicherheitsdienst.Dann ertönte ein schwerer Schlag.Maya wich zurück.Ethan trat näher heran.„War das unten?“„Ich glaube schon.“Kath tauchte hinter ihnen auf.„Was ist los?“Maya drehte sich um.„Geh in dein Zimmer, mein Schatz.“„Warum?“„Weil ich möchte, dass du etwas für mich erledigst.“Maya wollte nicht, dass sich ihr kleines Kind wegen einer Sache, über die sie noch gar nichts Genaues wussten, solche Sorgen machte.„Nimm deine Schultasche und stell sie neben dein Bett. Hol dann deine Lieblingskleidung und deine Schuhe.“„Gehen wir irgendwohin?“„Noch nicht. Ich möchte nur, dass alles bereitsteht.“Kath nickte und eilte d
Der Schuss veränderte die Atmosphäre in der Wohnung.Kath weigerte sich, von Mayas Seite zu weichen.Ethan stand am Fenster und versuchte zu erkennen, was geschehen war, doch Maya zog die Vorhänge zu.„Komm weg von dort.“„Ich habe nur geschaut.“„Du hast genug geschaut.“Er wandte sich ihr zu.„Maya, wir müssen wissen, was vor sich geht.“„Und was bringt es, aus dem Fenster zu starren?“„Vielleicht hilft es uns, die Lage zu verstehen.“„Dann benutz dein Handy. Stell dich nicht dorthin, wo dich jemand von draußen sehen kann.“Ethan trat zurück.Diesmal widersprach er nicht.Maya sah in den Nachrichten nach.Die Berichte wurden immer beunruhigender.Die Notaufnahme des Central General Hospital hatte die Patientenaufnahme vorübergehend eingestellt, nachdem mehrere Patienten das medizinische Personal angegriffen hatten.Ein weiterer Bericht schilderte gewalttätige Vorfälle an einem Busbahnhof.Ein dritter zeigte Aufnahmen von Polizisten, die Menschen aus einem Einkaufsviertel wegbrachten