LOGINEr lächelte und trat weiter ein.„Wenn man vom Teufel spricht“, murmelte die Vielfraßin sichtlich genervt.„Was machst du hier?“, zischte die Schwester des tätowierten Häftlings. Ihre Augen brannten vor Wut.„Ich bin zurück“, sagte er leise, woraufhin der Mann mit dem Taschentuch lachte.„Du bist wirklich zurück?“Noch bevor er sich richtig hinsetzen konnte, stürzte sich die Raucherin auf ihn und packte ihn am Kragen. Sie riss ihn so heftig hoch, dass seine Füße den Boden nicht mehr berührten.Er rang nach Luft und strampelte mit den Beinen, während er verzweifelt versuchte, trotz ihres eisernen Griffs zu atmen.„Wo zum Teufel warst du?!“„Ich ... Ich dachte, ich hätte euch gesagt, dass ich etwas suchen wollte.“„Und was zum Teufel war das?!“Für einen Moment sagte er kein Wort.„Ich wusste es!“, lachte die Schwester des tätowierten Häftlings, obwohl nichts an ihrem Lachen fröhlich klang. „Habe ich euch nicht gesagt, dass dieser Mistkerl etwas im Schilde führt? Und jetzt kann er nicht
„Wenn du den Typen mit der Brille meinst“, sagte Kelly und deutete mit einer Kopfbewegung, „ich habe ihn gesehen.“Sie blickte auf ihre überraschten und verwirrten Gesichter und kicherte.„Warum seid ihr alle so überrascht? Wollt ihr etwa, dass er tot ist?“, fragte sie amüsiert.„Wo hast du ihn gesehen?“, fragte das kurzhaarige Mädchen.„Wo ich ihn gesehen habe ... Ähm.“ Sie legte den Daumen ans Kinn. „Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern, wo ich ihm begegnet bin, aber ich weiß, dass ich ihn gesehen habe. Er war irgendwie einzigartig. Während alle anderen damit beschäftigt waren wegzulaufen, wirkte er, als hätte er etwas viel Wichtigeres zu tun, als sein eigenes Leben zu retten.“„Was meinst du damit?“, fragte die Schwester des tätowierten Häftlings.„Kannst du erklären, was du damit sagen willst?“, fragte die Raucherin und trat näher an Kelly heran, die grinste, als wäre das Ganze irgendein Scherz.„Was genau soll ich erklären? Wo hast du ihn gesehen? Was hat
„Das ist das neue Mädchen, das wir auf dem Weg hierher gesehen haben“, flüsterte Mata Tara zu, deren Blick auf dem Mädchen ruhte, das neben dem Fremden saß.„Sie sieht schöner aus als wir alle hier“, flüsterte Mata weiter. „Sie war wirklich damit beschäftigt, die Kleidung der Arbeiter einzusammeln, während wir ums Überleben kämpften.“Tara wusste nicht, was sie darauf antworten sollte.Der Fremde öffnete langsam die Augen und sah die Frau vor sich an, sagte jedoch nichts.„Ich bin Kelly“, stellte sie sich vor und streckte ihm die Hand entgegen.Der Fremde bemerkte, dass ihn jemand beobachtete, und drehte den Kopf in Richtung Tara. Sofort wandte Tara den Blick ab.Seufzend begann sie, ihre Sachen neben dem Bett abzulegen. Dabei tat sie so, als würde sie sich nicht dafür interessieren, was hinter ihr vor sich ging, obwohl sie ganz offensichtlich neugierig war.„Bist du sauer, weil ich dich zurückgelassen habe?“, fragte Mata mit brüchiger Stimme.Tara drehte sich zu ihr um und lächelte. „
Daves Blick wanderte von Tara, die dicht neben dem Fremden stand, zu dem Fremden selbst, dessen Gesicht ein wildes, spöttisches Grinsen zierte.Daves Kiefer spannte sich zu einer harten, wütenden Linie an.Tara machte hastig einen Schritt vom Fremden weg, da ihr plötzlich bewusst wurde, wie nah sie einander gestanden hatten. Sie strich sich die Haare zurück, wandte sich Dave zu und eilte auf ihn zu.„Dave.“Ihre Stimme brach. Echte Gefühle schwang darin mit. Sie sah ihn an und begriff, dass er tatsächlich noch lebte. Keine klaffenden Wunden, kein Blut, das an ihm klebte. Er stand direkt vor ihr.„Komm her“, befahl Dave. Seine Stimme war von besitzergreifender Erleichterung erfüllt.Tara machte einen Schritt nach vorn und fiel ihm direkt in die Arme. Dave zog sie in eine erdrückende Umarmung, so fest, dass sie kaum Luft bekam.„Ich dachte, ich hätte dich verloren, Tara“, murmelte er in ihr Haar. Seine Arme lagen fest um ihre Taille, während seine Augen über ihre Schulter hinweg immer w
Der Tunnel war so dunkel und still, dass sie nicht das Geringste sehen konnten. Die einzigen Geräusche waren das schwere, rasselnde Atmen des Monsters und das dickflüssige Tropfen seines silbernen Speichels, der nur wenige Zentimeter vor ihnen auf den Boden fiel.Wenn er im Dunkeln blind schoss und verfehlte, würde der Schuss ihre Position verraten und sie beide auf der Stelle in den Tod reißen. Wenn er schoss, musste er sich allein am Geräusch orientieren und das Monster mit einem einzigen, präzisen Treffer erledigen.Doch wie sollte er das in völliger Dunkelheit schaffen?Er zog Tara näher an seinen Bauch und seine Brust. Ihre Hände schlossen sich instinktiv fester um seine Taille. Er schloss die Augen, um sich ganz auf das rasselnde Atmen zu konzentrieren, nahm die Vibrationen wahr und richtete seine Waffe auf das Geräusch.Tara hob die Hand und legte sie über seine am Lauf der Waffe, um sie um einen winzigen Bruchteil zu stabilisieren.Pfft.Er schoss.Für einen Herzschlag breitet
Tara trat schließlich hinter der Decke hervor. Ihre Hände waren vor Verlegenheit fest ineinander verschränkt, während Wasser aus ihrem feuchten Haar auf ihre Schultern tropfte.„Wohin gehen wir jetzt?“, fragte sie und verschränkte defensiv die Arme vor der Brust.„In den Tunnel.“„Was?“ Tara sah ihn ungläubig an. „Wir sollen wieder in den Tunnel zurück, direkt nachdem die Monster gerade hineingekrochen sind? Und genau an den Ort, an dem unsere Stimmen widerhallen und sie direkt wieder zu uns locken können?“„Kannst du mir wenigstens vertrauen, wenn du mir schon folgen willst?“„Tut mir leid, das kann ich nicht.“Er seufzte. „Wir gehen durch den Tunnel zurück, aber du musst dich beeilen. Sie könnten ihn bereits vollständig durchquert haben.“ Er hielt inne und verengte die Augen, während er sie musterte, als versuchte er herauszufinden, worüber sie sich so den Kopf zerbrach.„Warum sollten wir dorthin zurückgehen, wenn sie eindeutig noch da drin sind?“, verlangte Tara zu wissen.„Genau







