LOGINIn ihrer letzten Nacht am College geht Tara mit ihren Freunden und ihrem Freund in eine Bar, um gemeinsam zu feiern. Doch aus der Feier wird ein Albtraum. Tara und ihre Freunde werden wegen eines Verbrechens verhaftet, an das sie sich nicht erinnern kann. Mord. Gefangen in einem Gefängnis, das von infizierten Häftlingen überrannt wird, müssen Tara und die anderen Überlebenden um ihr Leben kämpfen und alles tun, was nötig ist, um zu überleben. Doch das Überleben hat seinen Preis. Es kommt zu Verrat. Menschen verlieren ihr Leben. Und manchmal bedeutet Überleben, sich zwischen dem eigenen Leben und dem der Menschen entscheiden zu müssen, die man liebt. Je tiefer Tara in diesen Albtraum gerät, desto mehr erkennt sie, dass die Infizierten nicht die einzige Gefahr im Gefängnis sind. Dann entdecken sie etwas, das ihnen das Leben retten könnte. Doch jeder ist bereit, dafür zu töten.
View MoreTara kniff die Augen zusammen.Gott, Dave, warum zur Hölle hast du es ihnen erzählt?„Gegengift?“, fragte die Feinschmeckerin und kaute unbeholfen weiter. „Was für ein Gegengift?“„Ich kann nicht glauben, dass du dich traust, mir unter die Augen zu treten, nach allem, was du meiner Schwester angetan hast!“, fuhr Lion-Tats Schwester ihn an.Die Raucherin drehte ihnen erneut den Rücken zu, steckte sich ihren Ohrhörer wieder ins Ohr und blies Rauch in Richtung Decke.Der Typ, der auf der Pritsche lag, rührte sich nicht einmal und zog auch das Tuch nicht von seinem Gesicht.„Tara, erzähl ihnen, was du gehört hast“, sagte Dave und hielt Taras Handgelenk zwischen seinen Händen fest.„Gehört?“, wiederholte Lion-Tats Schwester mit gereizter Stimme. „Hab ich gerade verdammt noch mal richtig gehört? Du hast gesagt, sie hätte es gehört?“„Gott, ich dachte, du hättest es mit deinen eigenen Augen gesehen. Das wäre interessant gewesen.“ Der Insasse, der mit seinem Taschentuch herumwedelte, kicherte
„Tara, ich glaube, wir sollten zurückgehen ... jetzt.“ Matas Stimme zitterte, während sie auf Block D zugingen.Tara blieb stehen, nachdem sie das eiserne Tor passiert hatten, das zum Block D führte.Sollte ich umkehren und fliehen? Was, wenn er bereits entkommen ist? Würde ich ihn verraten, wenn ich ihn zurückließe?Sie ballte die Hände zu Fäusten und hob den Kopf zu den schwarzen Buchstaben über dem Eingang.BLOCK D.„Gehen wir.“Selbst uniformierte Beamte lagen verstreut auf dem Betonboden und kämpften verzweifelt um ihr Leben.„Dieser Ort ist verdammt noch mal viel gefährlicher als unser Block!“, beschwerte sich Mata.Tara ignorierte sie und suchte das Chaos weiter nach Dave ab.„Tara!“ Mata zog sie zurück, erstarrte dann jedoch, als sich einer der Infizierten umdrehte und sie direkt anstarrte.„Nicht bewegen ...“, flüsterte sie.Die Kreatur stand regungslos da, ohne mit der Wimper zu zucken. Beide Mädchen hielten den Atem an, bis hinter ihnen ein lauter Knall ertönte.Die Kreatur
Tara erstarrte. Die abgetrennte Hand des tätowierten Mädchens hielt sich noch immer fest um ihren Hals geklammert. Ihr Körper zitterte, während das infizierte Mädchen langsam ihr Gesicht verzog und Blut aus ihrem Mund tropfte.Das Mädchen schleifte einen Fuß näher an die Eisengitter heran ...Näher.Sie legte den Kopf schief.Tara hielt sich sofort die Hand vor den Mund und hielt den Atem an.„Hey!“, rief eine andere Gefangene, woraufhin die Kreatur den Kopf ruckartig von Tara weg und in Richtung der Stimme drehte.Tara stürzte sofort zu Boden und versuchte verzweifelt, die Hand von ihrem Hals zu lösen. Sie kroch zu Mata hinüber, die reglos auf dem Beton lag, und schüttelte sie heftig, um sie aufzuwecken.Die Kreatur legte den Kopf schief und knurrte, während sie der Gefangenen zuhörte, die den Flur hinunterbrüllte.„Hältst du das hier für irgendeinen verdammten Witz?!“, schrie die Frau. „Oh Gott ... Ich hatte sowieso schon einen beschissenen Tag, weil ich nichts zu essen bekommen hab
„Iss das verdammt noch mal nicht!“, zischte Tara Mata zu, die ihren Löffel langsam sinken ließ.„Warum?“Tara beugte sich über den Tisch. „Ich glaube nicht, dass das Essen sicher ist.“„Du klingst wie jemand, der früh sterben wird“, knurrte eine tiefe Stimme hinter ihnen.Sie drehten sich zu einem riesigen Mann um, der lässig mit dem Rücken zu ihnen am eisernen Absperrgitter lehnte.„Wie bitte?“Er stieß sich vom Gitter ab und steckte die Hände in die Taschen. Als er sich bewegte, bemerkte Tara ein kleines Schmetterlingstattoo auf seinem Handgelenk.„Du wirst früh sterben, wenn du weiterredest“, sagte er, ohne sich umzudrehen, und ging davon.„Kennst du ihn?“, fragte Mata und sah ihm nach, bis sein Rücken in der Menge verschwand.Tara schüttelte den Kopf. Ihr Blick folgte seinen breiten Schultern. Er sah gepflegt aus, viel gepflegter als alle anderen in diesem Raum.Sie wandte sich wieder Mata zu. „Ich sage dir, mit dem Essen stimmt etwas nicht.“„Warum?“„Ich ... weiß es selbst noch











