Share

Die Warnung

Penulis: Tuskey
last update Tanggal publikasi: 2026-08-18 15:34:28

Das Heulen hielt bis zum Sonnenaufgang an. Kaelen stand vor der Hütte und starrte in den Wald, während Hunderte Stimmen aus der Ferne zwischen den Bäumen widerhallten. Das Geräusch war nicht zufällig. Es war organisiert. Absichtlich. Jemand kam wegen ihm. Darius näherte sich, gefolgt von mehreren Blackwood-Kriegern. „Alpha Ronan“, sagte Darius, „wir müssen die Omegas wegbringen.“ Ronan nickte. „Weckt alle. Niemand bleibt in der Nähe der östlichen Grenze.“ Kaelen wandte sich ihm zu. „Warum beschützt du mich jetzt?“ Ronans rote Augen wurden hart. „Ob du mir glaubst oder nicht, dein Leben ist mit etwas verbunden, das viel größer ist, als du verstehst.“ „Das sagst du ständig.“ „Weil du immer wieder Fragen stellst, deren Antworten du noch nicht bereit bist zu hören.“ Kaelen trat näher. „Dann gib mir eine Antwort.“ Ronan schwieg. „Warum hast du mich gebissen?“ Der Gesichtsausdruck des Alphas veränderte sich. „Ich war auf der Jagd.“ „Wonach?“ Ronan blickte zum Wald. „Nach dir.“ Stille legte sich über die Lichtung. Kaelen ballte die Fäuste. „Du kanntest mich?“ „Nein.“ „Dann wie konntest du nach mir suchen?“ Ronan zögerte. „Jemand hat mir deine Beschreibung gegeben.“ Kaelens Magen zog sich zusammen. „Wer?“ „Ich weiß es nicht.“ „Du erwartest, dass ich das glaube?“ „Nein.“ Ronan ging an ihm vorbei. „Deshalb solltest du Angst haben.“ Mira kam aus der Hütte. „Kaelen.“ Er drehte sich zu ihr um. Sie sah besorgt aus. „Wir müssen gehen.“ Kaelen nickte. Die Omegas versammelten sich bereits im Zentrum des Gebiets. Einige trugen kleine Taschen. Andere hatten nichts dabei. Kaelen bemerkte ihre Angst. Ein junger Omega weinte. Eine andere zitterte so stark, dass sie kaum stehen konnte. Kaelen ging auf sie zu. „Wohin gehen wir?“, fragte er. Darius antwortete. „Tiefer in das Gebiet von Blackwood.“ Kaelen runzelte die Stirn. „Warum?“ „Weil die östliche Grenze zuerst angegriffen wird.“ „Warum kämpfen wir dann nicht?“ Darius sah ihn an, als hätte er etwas Dummes gefragt. „Wir sind Omegas.“ Kaelen sah sich die verängstigten Gesichter an. „Und?“ Darius senkte seine Stimme. „Du bist neu. Du verstehst noch nicht, wie diese Welt funktioniert.“ Kaelen blickte auf seine eigenen blauen Augen. „Vielleicht muss sich die Welt ändern.“ Darius starrte ihn an. Bevor er antworten konnte, erschien Ronan. „Alle bewegen sich. Jetzt.“ Die Gruppe setzte sich in Bewegung. Kaelen blieb neben Mira. Nach einigen Minuten flüsterte sie: „Du solltest Ronan nicht herausfordern.“ „Warum?“ „Weil er gefährlich ist.“ „Die Wölfe, die auf uns zukommen, sind ebenfalls gefährlich.“ Mira sah ihn an. „Du verstehst es nicht. Ronan ist nicht einfach nur gefährlich.“ Sie machte eine Pause. „Er wird gefürchtet.“ Kaelen blickte zurück. Ronan ging am Ende der Gruppe und beobachtete den Wald. „Warum?“ Mira schluckte. „Weil er Alphas getötet hat.“ Kaelen blieb stehen. Ronan sah sofort zu ihm. Mira packte Kaelens Arm. „Lass ihn das nicht hören.“ Kaelen ging weiter. Doch seine Gedanken überschlugen sich. Wenn Ronan andere Alphas getötet hatte, bedeuteten seine roten Augen mehr als bloße Autorität. Er war ein Jäger unter Jägern. Plötzlich schrie ein Wolf auf. Alle erstarrten. Ein Blackwood-Krieger fiel von einem Baum. Sein Körper schlug mit einem widerlichen Geräusch auf dem Boden auf. Darius eilte zu ihm. „Er lebt!“ Ronan hob den Kopf. „Alle runter!“ Ein Pfeil schoss aus den Bäumen. Ronan fing ihn mit der Hand ab. Sein Gesichtsausdruck wurde mörderisch. „Sie sind hier.“ Der Wald explodierte förmlich. Wölfe stürmten aus allen Richtungen hervor. Die Blackwood-Krieger verwandelten sich augenblicklich. Die Omegas schrien und rannten auseinander. Kaelen ergriff Miras Hand. „Bleib bei mir!“ Drei feindliche Wölfe tauchten vor ihnen auf. Goldene Augen. Blutverschmierte Krallen. Einer knurrte. „Da ist der Omega.“ Kaelen schob Mira hinter sich. Der erste Wolf sprang auf ihn zu. Kaelen duckte sich und schlug ihm gegen den Kiefer. Der Wolf prallte gegen einen Baum. Ein anderer griff von der Seite an. Kaelen blockte die Krallen, wurde jedoch nach hinten gedrängt. Mira griff nach einem herumliegenden Ast und schlug damit auf den Kopf des Wolfes. Der Angreifer taumelte. Kaelen beendete den Kampf mit einem kräftigen Tritt, der ihn zu Boden schleuderte. Der dritte Wolf zögerte. Kaelen knurrte. „Verschwinde.“ Der Wolf lächelte. „Du weißt wirklich nicht, was du bist.“ Dann drehte er sich um und verschwand. Kaelen sah ihm nach. Mira berührte seinen Arm. „Kaelen.“ Er sah sie an. „Was?“ Ihr Gesichtsausdruck hatte sich verändert. „Deine Augen.“ Kaelen runzelte die Stirn. „Was ist mit ihnen?“ „Sie sind immer noch blau.“ „Und?“ „Du hast gerade gegen drei Krieger gekämpft.“ Kaelen verstand nicht. „Ein Omega sollte dazu nicht in der Lage sein.“ Bevor er antworten konnte, erschütterte ein gewaltiges Brüllen den Wald. Alle drehten sich um. Ein gigantischer Wolf trat aus den Bäumen. Seine Augen waren rot. Doch anders als Ronan hatte dieser Alpha Narben, die sein gesamtes Gesicht bedeckten. Darius senkte sofort den Kopf. „Alpha Victor.“ Kaelen sah Ronan an. Zum ersten Mal wirkte Ronan wirklich wütend. Victor lächelte. „Ronan.“ Ronan trat vor. „Victor.“ Victors Blick wanderte zu Kaelen. „Also ist das der Mensch.“ Kaelens Blut gefror. Ronans Stimme wurde gefährlich leise. „Fass ihn nicht an.“ Victor lachte. „Du verstehst immer noch nicht, warum wir hierhergeschickt wurden, oder?“ Ronans Augen verengten sich. „Wovon redest du?“ Victor sah Kaelen direkt an. „Dein Fehler war nicht, ihn zu beißen.“ Ronans Kiefer spannte sich an. „Was war dann mein Fehler?“ Victor lächelte. „Ihn am Leben zu lassen.“ Kaelen spürte, wie der Wolf in ihm unruhig wurde. Victor stürmte plötzlich los. Ronan verwandelte sich und stellte sich ihm direkt entgegen. Die beiden Alphas prallten mit gewaltiger Kraft aufeinander. Der Aufprall wirbelte Blätter durch die Luft. Kaelen beobachtete, wie sich die beiden rotäugigen Monster gegenseitig zerfleischten. Ronan schleuderte Victor zu Boden. Victor rappelte sich auf und biss Ronan in die Schulter. Blut spritzte auf die Erde. „Kaelen!“, rief Darius. Kaelen drehte sich um. Eine weitere Gruppe feindlicher Wölfe hatte die Omegas eingekreist. Er rannte auf sie zu. Mira schrie seinen Namen. Kaelen stürzte sich in den Kampf. Ein Krieger packte ihn von hinten. Kaelen wehrte sich. Dann knurrte sein Wolf. Eine seltsame Hitze schoss durch seinen Körper. Seine Kraft nahm zu. Er sprengte den Griff des Wolfes und schleuderte ihn mehrere Meter weit. Alle hielten inne. Sogar Ronan sah ihn an. Kaelen starrte auf seine eigenen Hände. Etwas hatte sich verändert. Sein Herzschlag donnerte. Seine Krallen waren länger geworden. Seine Sinne hatten sich erneut geschärft. Victor bemerkte es. Sein Lächeln verschwand. „Nein.“ Ronan sah ihn an. „Was ist los?“ Victor wich zurück. „Er beginnt zu erwachen.“ Kaelen sah Ronan an. „Was erwacht?“ Keiner der beiden Alphas antwortete. Dann gab Victor einen furchterregenden Befehl. „Tötet ihn, bevor die Veränderung abgeschlossen ist.“ Jeder feindliche Wolf wandte sich Kaelen zu. Hunderte Augen richteten sich auf ihn. Und dieses Mal jagten sie keinen Omega. Sie jagten etwas, vor dem sie solche Angst hatten, dass sie niemals zulassen durften, dass es erwachte.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • „DER PERFEKTE MOND DES WAHREN ALPHAS“   Kapitel 50 Der wahre Alpha

    Die Festung von Veyra war still geworden. Der Staub, der noch wenige Minuten zuvor durch die zerstörten Hallen gezogen war, begann sich langsam zu legen. Überall lagen zerbrochene Steine, Waffen und Spuren des Kampfes. Die Wölfe, die Malric kontrolliert hatte, standen verstreut in der Halle. Niemand kämpfte mehr. Niemand kniete. Zum ersten Mal seit langer Zeit waren sie frei. Kaelen stand in der Mitte der zerstörten Festung und sah auf seine Hände. Seine Kraft fühlte sich anders an. Früher hatte sie sich wie eine Welle angefühlt, die jeden Wolf in seiner Nähe erreichen konnte. Jetzt war diese Welle still geworden. Er konnte die Wölfe noch spüren, aber er konnte sie nicht mehr zwingen. Und zum ersten Mal störte ihn das nicht. Ronan trat neben ihn. Du hast es geschafft. Kaelen schüttelte langsam den Kopf. Nein. Wir haben es geschafft. Ronan lächelte leicht. Du musst nicht immer alles allein tragen. Kaelen sah ihn an. Das habe ich langsam verstanden. Hinter ihnen näherte sich Elara. Sie

  • „DER PERFEKTE MOND DES WAHREN ALPHAS“   Kapitel 49 Die Entführung der Mutter

    Kaelen stand mitten in der zerstörten Halle und starrte auf den schwarzen Abdruck am Boden. Noch vor wenigen Sekunden hatte seine Mutter dort gestanden. Jetzt war sie verschwunden. Keine Spur von ihr. Kein Geräusch. Nicht einmal ihr Geruch war noch deutlich wahrnehmbar. Nur die kalte Energie, die von dem schwarzen Zeichen ausging, erinnerte daran, dass sie überhaupt hier gewesen war. Kaelen ging langsam auf das Zeichen zu. Er kniete sich hin und berührte den Stein. Sofort schoss ein brennender Schmerz durch seine Hand. Er zog sie zurück. Das ist kein normales Portal, sagte Lucian hinter ihm. Kaelen drehte sich um. Du weißt, wohin sie gebracht wurde. Lucian versuchte aufzustehen. Seine Bewegungen waren langsam. Blut lief an seiner Schläfe hinunter. Ja. Wohin. In die Tiefe. Kaelen verstand die Worte nicht. Welche Tiefe. Lucian sah ihn direkt an. Unter Veyra gibt es etwas, das älter ist als der Mondtempel. Etwas, das selbst die ersten wahren Alphas gefürchtet haben. Kaelens Vater wurde b

  • „DER PERFEKTE MOND DES WAHREN ALPHAS“   Kapitel 48 Der Pakt der Freiheit

    Die Armee von Malric stürmte durch die Tore der Festung und innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich die große Halle in ein Schlachtfeld. Klauen trafen auf Schwerter, Wölfe sprangen über die steinernen Treppen und Schreie hallten zwischen den alten Mauern wider. Kaelen stand mitten im Chaos und spürte jede Bewegung um sich herum. Es waren nicht nur die Geräusche, die er wahrnahm. Er konnte die Wölfe fühlen. Hunderte von Herzen schlugen gleichzeitig. Hunderte von Wölfen kämpften. Doch etwas war anders. Ihre Bewegungen wirkten leer. Sie kämpften nicht aus Überzeugung. Sie kämpften, weil sie dazu gezwungen wurden. Kaelen sah Malric am anderen Ende der Halle stehen. Malric bewegte nur leicht seine Hand und mehrere Wölfe änderten gleichzeitig ihre Richtung. Sie griffen Darius an. Darius wich einem Biss aus und schlug einen Angreifer mit dem Griff seiner Waffe zurück. Was zur Hölle macht er mit ihnen. Kaelen verstand es sofort. Er kontrolliert sie. Ronan stellte sich neben ihn. Dann müss

  • „DER PERFEKTE MOND DES WAHREN ALPHAS“   Kapitel 47 Das Erbe des Feindes

    Kaelen stand Lucian gegenüber und spürte die Spannung in der Halle wie eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen. Niemand bewegte sich. Selbst der Wind draußen schien für einen Moment verschwunden zu sein. Lucian stand ruhig am anderen Ende der Halle, während seine roten Augen auf Kaelen gerichtet waren. Hinter Kaelen standen Ronan, Elara, Darius und seine Eltern. Der graue Wolf stand etwas abseits und beobachtete Lucian mit einem tiefen Knurren. Kaelen konnte spüren, dass dieses Knurren nicht nur Wut war. Der Wolf erinnerte sich an ihn. Er erinnerte sich an das Ritual. An die Schmerzen. An Lucian. Kaelen hob langsam die Hand. Bleibt zurück. Ronan sah ihn an. Du willst allein gegen ihn kämpfen. Kaelen schüttelte den Kopf. Nein. Aber ich muss zuerst verstehen, was er von mir will. Lucian lächelte. Endlich stellst du die richtige Frage. Kaelen sah ihn kalt an. Dann antworte. Lucian ging langsam durch die Halle. Du glaubst, ich hätte deine Familie zerstören wollen. Das stimmt nicht. Ich woll

  • „DER PERFEKTE MOND DES WAHREN ALPHAS“   Kapitel 46 Der Alpha, der niemals starb

    Der Morgen war noch nicht angebrochen als Kaelen mit den anderen den zerstörten Mondtempel verließ. Hinter ihnen stürzten die letzten Teile des alten Gebäudes ein und verschwanden unter einer gewaltigen Staubwolke. Der Boden unter ihren Füßen bebte noch immer. Niemand sprach. Jeder versuchte zu verstehen was gerade geschehen war. Der Leerenwolf, den die ersten wahren Alphas einst gefürchtet hatten, lief nun neben Kaelen her. Er war nicht mehr das riesige schwarze Wesen aus der Tiefe. Sein Fell war grau geworden und seine Augen hatten ihre leere Dunkelheit verloren. Trotzdem war er noch gewaltig groß. Wenn er neben Ronan lief, wirkte selbst der Alpha der Blackwoods kleiner als gewöhnlich. Kaelen blickte immer wieder zu ihm. Er konnte noch immer die schwache Verbindung spüren. Nicht wie bei einem gewöhnlichen Rudelmitglied. Es war etwas anderes. Der Wolf folgte ihm nicht aus Zwang. Er folgte ihm aus freiem Willen. Kaelens Mutter ging neben ihm. Zum ersten Mal seit seiner Kindheit lief K

  • „DER PERFEKTE MOND DES WAHREN ALPHAS“   Kapitel 45 Das Wesen unter dem Tempel

    Der Boden unter Kaelens Füßen bebte erneut. Ein tiefer Laut drang aus den Rissen im Stein, und diesmal klang er nicht wie das Brüllen eines gewöhnlichen Tieres. Es klang wie etwas, das seit Jahrhunderten geschlafen hatte und nun wütend darüber war, geweckt worden zu sein. Kaelen stand mitten in der Halle und sah auf die riesige Klaue, die sich langsam aus dem aufgebrochenen Boden schob. Schwarze Schuppen bedeckten sie. Jede einzelne war größer als seine Hand. Dunkle Energie kroch zwischen den Rissen des Steins hervor und legte sich wie Rauch über den Boden. Ronan verwandelte sich vollständig und stellte sich vor Elara. Darius zog sein Schwert und positionierte sich auf der anderen Seite. Kaelens Mutter hob ihre Waffe. Sein Vater sah nicht auf das Wesen. Er sah Kaelen an. Du musst dich zurückziehen. Kaelen schüttelte den Kopf. Nein. Wir können es nicht einfach hier lassen. Du verstehst nicht, was das ist. Dann erklär es mir. Sein Vater öffnete den Mund, doch seine Mutter kam ihm zuvor.

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status