~ ZION ~Zwölf Stunden Warten vor der Intensivstation, die Uhr kroch dahin, als wüsste sie genau, wie sie mich foltern konnte. Jede Sekunde fühlte sich an wie eine Stunde, und jeder Atemzug wie der letzte, bevor der eine käme, der mich zerbrechen würde.Krankenschwestern gingen vorbei, Maschinen summten hinter geschlossenen Türen, und ich saß einfach nur da, starrte durch das Glas und flehte ihre Augen an, sich zu öffnen.„Sie wird wieder in Ordnung kommen“, sagte Papa bestimmt. Ich war mir nicht einmal sicher, wann er aufgetaucht war.„Danke, dass ihr da seid“, sagte ich leise.„Und warum sollten wir das nicht sein? Sie ist unsere Tochter“, sagte Mama sanft.„Aber mal ehrlich, du machst einen beschissenen Job, sie zu beschützen. Ich hasse Krankenhäuser, und sie landet ständig hier. Also wickel sie in Luftpolsterfolie ein, wenn es sein muss. Keine Krankenhausbesuche mehr, es sei denn, es ist wegen eines Welpen. Ich will schließlich Enkelkinder“, sagte Papa, sodass ich ihn nur ans
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