Tim saß auf einem anderen Sofa, hörte den Ruf, nahm eine Flasche Bier und kam herüber, ohne die Frau mit den schmalen Augen anzusehen. Er schwenkte nur die Flasche, ein Zeichen an sie, Platz zu machen.„Julian, was ist?“„Bei meiner Hochzeit mit Luna übermorgen: Setz mehr Leute ein.“Tim stutzte, gab sich dann beiläufig: „Was ist denn, Julian? Reicht das Aufgebot nicht, das jetzt steht? Es wird sich doch wohl keiner trauen, die Braut zu rauben?“Julian sagte nur: „Verdopple die Leute.“Tim stieß mit der Flasche an sein Glas: „Geht klar, keine Sorge, Julian, ich pass schon gut auf Luna auf.“Erst da erfuhr die Frau mit den schmalen Augen, dass er heiratete, und Enttäuschung machte sich in ihr breit.…Nach Flussstädter Brauch sollte die Braut von ihrem eigenen Zuhause aus zur Trauung aufbrechen.Doch genau genommen hatte Luna kein Zuhause, das wirklich ihr gehörte.Die Ostküste war Julians, die Wohnung, in der sie früher mit Saskia gelebt hatte, war nur gemietet, und in Linden
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