Die Küche – das einzige Zimmer in Kais Wohnung, das nicht nach Showroom aussah.Die Gewürze waren alle da, griffbereit, wie versprochen. Selina war zufrieden – bis sie die Messer sah.Das Messer war zu klein, zu stumpf. Sie wollte schneller sein, rutschte ab – und schnitt sich in den Finger.„Autsch!“Ein leiser Schrei entfuhr ihr. Kai hörte es sofort – und kam in die Küche.Im grellen Licht der Küche stand sie da, den verletzten Finger in der Hand – hilflos, blutend, stumm.„Musst du dich immer schneiden?“ Seine Stimme klang hart, seine Stirn war eine einzige Falte – doch als er ihre Hand nahm, war jede Berührung federleicht.Zum Glück nur ein Kratzer.Er führte sie zum Waschbecken, ließ kühles Wasser über die Wunde laufen. Das Blut hörte schnell auf zu fließen.„Ist nicht schlimm“, sagte Selina, „Deine Messer sind einfach stumpf. Hat nur die Haut gestreift, mehr nicht.“Kai schwieg. Drehte das Wasser ab, nahm ein Küchentuch, tupfte ihre Fingerkuppe trocken – millimeterweise. Dann ein
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