Wir standen vor der Fensterfront. Draußen fraß sich das dreckige Grau des Morgens durch das künstliche Licht. Die Stadt sah von hier oben aus wie eine riesige, überhitzte Platine. Die Straßen waren fast leer, nur ab und zu schnitten Scheinwerfer durch die grauen Schluchten. Silas starrte auf sein Spiegelbild in der Scheibe. Er sah nicht aus wie der Mann, der gestern ein Imperium gestürzt hatte. Er sah aus wie jemand, dem man gerade klargemacht hatte, dass seine Zelle keine Gitter braucht, solange er Angst hat. „Er wird es tun“, sagte er schließlich. Seine Stimme war belegt, als hätte er die Nacht über nur Staub eingeatmet. „Arthur hat keine Grenzen. Keine Skrupel, kein Mitleid. Er hütet die Akten über Julians Tod seit zehn Jahren in einem Tresor, den nur er öffnen kann. Er hat gewartet, bis ich Sterling für ihn erledigt habe, nur um mir im Moment meines Sieges die Leine wieder stramm zu ziehen. Er wollte sehen, ob ich noch funktioniere, bevor er mich wieder wegsperrt.“ Ich tritt
Zuletzt aktualisiert : 2026-03-06 Mehr lesen