Isabella Die Hütte war ein Betonklotz, halb in den Fels einer Schweizer Schlucht gegraben. Kein Strom, kein Netz, nur das kalte Leuchten der Backup-Batterien, die ein steriles, blaues Licht über den Boden warfen. Ich hatte Enzo auf den massiven Holztisch gezerrt. Er war bei Bewusstsein, aber seine Augen waren nur noch dunkle Krater in einem aschefreien Gesicht. „Halt still“, sagte ich. Meine Stimme war ein raues Messer. Ich riss Julians Designer-Sakko in Streifen. Morettis Kugel war sauber durchgegangen, aber die Entzündung fraß ihn auf. Ich goss den Rest des hochprozentigen Wodkas, den ich in der Küche gefunden hatte, direkt in die Wunde. Enzo bäumte sich auf, seine Sehnen am Hals traten hervor wie Drahtseile, ein unterdrücktes Brüllen erstarb in seiner Kehle. Er packte meine Handgelenke, seine Knöchel wurden weiß vor Druck. „Scheiße“, keuchte er, während der Schweiß ihm in Sturzbächen über die Stirn lief. „Trink“, befahl ich und hielt ihm die Flasche an die Lippen. Er nahm eine
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