IsabellaMoretti nimmt die Hand von meiner Schulter, als hätte er eine lästige Fliege verscheucht. Er schien nicht erschrocken über Enzos Auftauchen; er wirkt eher gelangweilt, wie ein Zuschauer, der das Ende des Films schon kennt. Ich stehe zwischen ihnen und spüre, wie mir die Knie zittern, aber nicht vor Angst, sondern vor purer, erschöpfter Wut. Mein Blick pendelt zwischen Moretti und Enzo hin und her. Ich weiß nicht was ich machen soll. Enzo sieht furchtbar aus. Das Blut an seiner Schulter ist dunkel, fast schwarz im Licht der Galerie, und sein Atem geht stoßweise, ein rasselndes Geräusch, das den ganzen Raum füllt.„Isabella“, sagt Enzo noch einmal. Er benutzt meinen Namen wie einen Befehl, aber sein Arm mit der Waffe sinkt ein paar Zentimeter. Er ist am Ende. Er hält sich nur noch durch puren Starrsinn auf den Beinen.Ich sehe ihn an und dann wieder auf die Skizzen an der Wand. „Hast du mich gesucht, weil du mich wolltest?“, frage ich, und meine Stimme ist flach, ohne jede Dra
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