DIE FLITTERWOCHENDie Villa in Positano lag am Rand einer Klippe über dem Tyrrhenischen Meer.Sie hatte weiße Wände, Terrakottaböden und eine Terrasse, die über den Rand der Felswand hinausragte, sodass man sich beim Stehen darauf wie am Bug eines Schiffes fühlte. Das Wasser unter ihr hatte jenen besonderen Blauton, den es nur in diesem Teil der Welt gab – und auf Gemälden von Menschen, die diesen Teil der Welt gesehen hatten und ihn nicht vergessen konnten.Am ersten Morgen stand Isabella auf der Terrasse, die Hände um eine Kaffeetasse geschlossen, und blickte auf das Meer.Sie hatte nicht auf ihr Handy geschaut.Das war neu.Sie war sich der Anstrengung bewusst, die das erforderte: des leichten Zugs des beruflichen Reflexes hin zu dem Gerät auf dem Tisch im Inneren, hin zu den Benachrichtigungen, von denen sie wusste, dass sie sich dort ansammelten, hin zu jenem Teil ihres Geistes, der so lange auf Hochtouren gelaufen war, dass Stille sich fast wie ein Systemfehler anfühlte.Sie atm
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