Die Kälte der Morgendämmerung riss Élodie schließlich aus dem Schlaf. Sie streckte den Arm aus, ihre Hand streifte das glatte Leintuch neben sich. Keine Wärme mehr. Das Bett war leer. Auf dem Stuhl war Raphaëls Sakko verschwunden.Élodie ließ ein freudloses Lachen entweichen, während sie die vergilbte Tapete fixierte. Natürlich. Die Katze lässt das Mausen nicht. Er war gekommen, hatte sein nächtliches Drama abgezogen und war bei Tagesanbruch ohne eine Nachricht abgehauen – genau wie er es schon dutzende Male zuvor getan hatte.Verärgert darüber, dass sie am Vorabend schwach geworden war, sprang sie aus dem Bett, schlüpfte in ihre Schuhe und griff nach ihrer Wollstrickjacke. Sie schickte sich an, die Zimmertür zu öffnen, als sich die Klinke von außen drehte.Raphaël trat ein, ein großes Tablett aus Weidengeflecht fest in den Händen haltend. Er trug sein Sakko nicht, seine Hemdenärmel waren bis zu den Unterarmen hochgekrempelt, und sein Haar war noch feucht vom Duschen. Auf dem Tablett
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