Camille fährt ohne Pressereferentin und ohne jeden Schmuck bei Geneviève vor.Sie hat sich für ein blassblaues Kleid entschieden, einen schlichten Mantel und ein dezentes Make-up, das die Erschöpfungsspuren – die ihre Visagistin auf ausdrücklichen Wunsch nicht überdeckt hat – bewusst durchschimmern lässt. Die Frau, die aus dem Wagen steigt, hat keinerlei Ähnlichkeit mehr mit dem schillernden Star vom Vortag. Sie gleicht einer gebrochenen, zutiefst erschöpften jungen Frau, die weiter nichts verlangt als ein wenig Gerechtigkeit.Geneviève empfängt sie einzig aus der Rücksicht heraus, die sie ihr vermeintlich noch immer schuldet. Der Tee zwischen ihnen wird kalt, während Camille schluchzend von geplatzten Verträgen, anonymen Drohanrufen und reißerischen Artikeln berichtet, die sie als Lügnerin an den Pranger stellen.Den Namen André vermeidet sie dabei peinlich genau.– „Ich weiß, dass Raphaël mich nicht mehr sehen will“, flüstert sie tonlos. „Ich verlange auch gar nichts von ihm.“Denno
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