SofiaDie Tür schlägt zu, ein endgültiger Klang, der mein Schicksal besiegelt. Er ist da. Die Luft wird schwer, elektrisch, aufgeladen mit seiner Gegenwart. Der Geruch der Nacht, von Leder und von frischer Gewalt umweht ihn. Er rührt sich nicht, sein Blick scannt mich, sucht nach Rissen, die das Warten gegraben haben könnte. Er wird keine finden. Die Angst ist da, lauernd, aber mit Stahl überzogen.— Steh auf.Das Wort peitscht durch die Luft wie ein Schlag. Ein reiner, einfacher Befehl. Der, den man einem Tier gibt.Mein Herz hämmert, aber ich zucke nicht mit der Wimper. Ich halte seinem Blick stand.— Warum? Meine Stimme ist erstaunlich ruhig, ein Faden eiskalten Wassers. Ist Ihr Zoo so langweilig, dass Sie kommen müssen, um mit Ihrer Gefangenen zu spielen?Ein Muskel zuckt an seinem Kiefer. Meine Weigerung, selbst in Form einer Frage, ist eine Trotzreaktion. Er hatte Schrecken erwartet.— Du stinkst nach Angst und gescheiterter Rebellion, Sofia. Seine Stimme ist leise, gefährlich.
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