LeonardoIch erwache allein. Der Platz neben mir im Bett ist kalt, aber das Kissen trägt noch den Abdruck ihres Kopfes, und ihr Parfum, zart, hält sich. Ein seltsames Gefühl erfüllt mich, eine tiefe Befriedigung, fast friedlich, vermischt mit wilder Erregung. Sie hat nachgegeben. Nicht nur ihren Körper. Ihren Stolz. Ihren Widerstand. In der Umarmung der Nacht spürte ich ihre Verteidigung fallen, eine nach der anderen, wie die Mauern einer belagerten Zitadelle, die sich endlich zu ergeben wählt.Ich hatte sie unterschätzt. Ich glaubte, sie sei durch Gewalt zerbrechlich, aber durch den Geist hat sie sich schließlich ergeben. Sie hat die Macht meines Imperiums gesehen, die unbarmherzige Logik meiner Herrschaft, und sie hat gewählt, sich ihr anzuschließen. Ein Teil von mir zu werden.Als ich zum Frühstück hinuntergehe, ist sie bereits da, am Tisch sitzend, eine Tasse Kaffee in der Hand. Sie hebt die Augen zu mir, und ihr Blick ist keine Eiswand mehr. Er ist ein tiefer See, ruhig an der Ob
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