AndreïIch komme betrunken nach Hause.Die Treppe ist endlos. Die Stufen entziehen sich unter meinen Füßen wie Versprechen, die man nicht hält, die Wände neigen sich zu mir, rücken näher, erdrücken mich. Meine Hand gleitet über das Geländer, feucht, zitternd, nutzlos. Die Glühbirne im Treppenabsatz knistert, spuckt ein gelbes, schmutziges Licht, das vor meinen Augen tanzt, das mich blendet, das mich verhöhnt. Mein Kopf dreht sich, mein Magen hebt sich, meine Kehle brennt. Der Wodka ist ein Gift, das mich am Leben hält. Der Wodka ist ein Freund, der mir übel will. Der Wodka ist das Einzige, das mich nie verraten hat, das Einzige, das bleibt, wenn alles andere geht, das Einzige, das mich versteht.Der Schlüssel zittert im Schloss.Das Metall kratzt, leistet Widerstand, gleitet ab, verweigert sich. Ich fluche zwischen den Zähnen, schlage mit der Faust gegen das Holz, drücke mit dem Knie. Die Tür gibt endlich nach, öffnet sich auf die Schwärze, auf die Stille, auf die Leere. Die Dunkelhei
Mehr lesen