KAPITEL 108Aus Santinos SichtEs gibt Morgen, auf die man nicht wartet.Einfache Morgen, an denen endlich alles an seinem Platz zu sein scheint. Dieser hier war so einer.Nina war draußen, in dem kleinen Garten hinter dem Haus.Die Sonne fiel durch die Zweige, vergoldete ihre Haut, ließ ihr Haar warm glänzen.Sie lachte, die Hände voller Mehl, und versuchte Brot zu backen, als ob die Welt um sie herum nicht existierte.Ich beobachtete sie vom Fenster aus, an den Rahmen gelehnt, eine Tasse Kaffee zwischen den Fingern.Und ohne es zu merken, lächelte ich.Nie hätte ich geglaubt, dass ich so lächeln könnte – ohne Ironie, ohne Kalkül, ohne Wut.Einfach … weil jemand da war.Sie hob den Blick zu mir und entdeckte mich.— »Willst du mir helfen oder siehst du mir lieber zu, wie ich mich abmühe?«, rief sie lachend.Ich schüttelte den Kopf, amüsiert.— »Dir zuzusehen, wie du dich abmühst, ist unendlich unterhaltsamer.«— »Sehr witzig. Wenn du weitermachst, gibt es heute Abend kein Brot.«— »D
Zuletzt aktualisiert : 2026-04-03 Mehr lesen