KAPITEL 84Aus Alayas SichtSantinos Haus erhob sich vor mir wie eine Festung der Vergangenheit. Jeder Stein, jedes Fenster, jedes Detail der massiven Säulen schien beladen mit Erinnerungen, Geheimnissen und Schatten, die ich nie zu durchdringen vermocht hatte. Das Tor öffnete sich langsam, knarrend, als selbst das Metall um ihn trauerte. Ich ging voran, den Schritt schwer, das Herz beklommen, und meine Augen schweiften über die akkurat geschnittenen Gärten, wie er sie liebte – streng und kalt.Im Inneren war die Atmosphäre noch bedrückender. Die zugezogenen Vorhänge ließen einen fahlen Lichtstrahl herein, der auf die massiven, dunklen Möbel traf, und den anhaltenden Geruch von Santinos Zigarren, als weigere sich die Luft, sich von seiner Gegenwart zu lösen. Der Anwalt war bereits da, saß kerzengerade auf einem der Ledersessel, seine Aktentasche neben sich abgestellt. Er hob den Blick, als er mich eintreten sah, und grüßte mich mit einem knappen, fast mechanischen Nicken.Dann traf me
Zuletzt aktualisiert : 2026-04-03 Mehr lesen