KAPITEL 111Aus Santinos SichtDas Telefon knistert in meiner Hand. Ich höre Elias‘ Stimme, diesen verdammten Idioten, der glaubte, mich herausfordern zu können.— »Hallo Papa, wie geht es dir?«Ich lächele. Ein eisiges Lächeln, das niemand sieht, aber das jeder spürt.— »Hallo Elias«, antworte ich mit sanfter, fast väterlicher Stimme. »Hier ist Santino.«Das darauffolgende Schweigen ist köstlich. Ich stelle mir vor, wie dieser kleine Scheißer erstarrt wie eine gefangene Ratte. Sein Atem beschleunigt sich. Die Panik steigt. Ich genieße sie.— »Verdammt, Santino! Lass meine Familie aus dem Spiel!«Aus dem Spiel? Ich kicherle innerlich. In meiner Welt gibt es kein »aus dem Spiel«. Wenn man mir etwas schuldet, zahlt jeder.— »Ach ja?« Ich lasse die Worte schleppen, spiele mit ihm wie eine Katze mit einer Maus. »Ich wollte nur deinen Eltern einen kleinen Besuch abstatten.«Der Alte sitzt da, vor mir, die Augen weit aufgerissen, noch nicht begreifend, in welche Hölle sein Sohn ihn gestürzt
Huling Na-update : 2026-04-03 Magbasa pa