Kapitel 26AUS SICHT VON LÉAUnter der DuscheIch kann immer noch nicht glauben, dass das passiert ist. Selbst jetzt, wo das Wasser längst aufgehört hat zu fließen, wo unsere Körper sich getrennt haben, wo das Schweigen im Badezimmer wieder Einzug gehalten hat, spüre ich noch seine Hände auf mir. Die Wärme seines Brustkorbs auf meiner Haut. Das Echo seiner Seufzer an meinem Hals.Er hatte zuerst das Wasser aufgedreht, ohne ein Wort, und ich war gefolgt, angezogen von diesem stillen Versprechen. Der Dampf hatte sich sofort an die Spiegel, an die Fliesen geheftet, die Konturen des Raumes verschwommen, als hätte die Außenwelt hier keinen Platz mehr. Nur unsere Atemzüge zählten, unsere zu heftig schlagenden Herzen, unsere kaum berührten, aber bereits elektrisierten Körper.Ich erinnere mich an den ersten Tropfen, der zwischen meine Schulterblätter geronnen war, lauwarm, fast schüchtern, bevor der Strahl eindringlicher wurde, heißer, wie eine flüssige Liebkosung, die meine Wirbelsäule hinu
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