Erst mit Verzögerung meldete sich ein dumpfer, anhaltender Schmerz.Eigentlich hätte mich das nicht so mitnehmen dürfen, redete ich mir ein. Es war nur der Verrat einer Freundin, mehr nicht.Doch wer diese Grenze – die Grenze der Freundschaft – überschritten hatte, war Lena.An dem Tag, als wir beschlossen, gemeinsam die Schule zu wechseln, schleppte sie mich in eine Bar, um auf unsere Befreiung anzustoßen.Gedämpftes Licht lag über uns, und ich blickte das Mädchen an, das ich seit Jahren heimlich liebte. Mir war ganz benommen zumute.Als sie sich vorbeugte und mich küsste, wies ich sie nicht zurück.Gefühle, die ich jahrelang unterdrückt hatte, brachen mit einem Mal ungezügelt aus mir heraus.Ich konnte mich nicht beherrschen und platzte heraus: „Lena, was sind wir jetzt?“Lena küsste mich erneut zärtlich auf die Lippen und sagte: „Dummerchen, was sollten wir denn sonst sein?“Im Separee brach Jubel aus, und die Stimmung war ebenso warm wie das Kribbeln in meiner Brust.Ich
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