„Wegen wem wohl? Pah – Konrad wird siebzig, da muss die ganze Familie da sein. Wer fehlt, hat im Hause Wolfhardt nichts mehr verloren. Wenigstens weißt du noch, was Priorität hat – wie sehr du auch tobst, zur Feier kommst du brav.“Sieglinde wedelte arrogant mit ihren frisch lackierten Fingernägeln. „Genug, ich habe keine Zeit, hier mit dir herumzustehen. Sobald die Feier vorbei ist, gehst du sofort heim und kochst Chiara was Nahrhaftes für die Milch. Sie hat zu wenig davon, mein kleiner Enkel wird nicht satt.“In diesem Moment betrat Henrik den Saal. Er trug ein Bündel im Arm – den Säugling. Chiara lehnte sich zart an seine Seite. Sie wirkten wie eine glückliche kleine Familie.„Oh, Chiara, du bist auch hier? Ich hatte dir doch gesagt, du sollst dich zu Hause schonen. Du hast das Wochenbett noch nicht hinter dir. Sonst schleppst du dir noch was an.“Sieglinde eilte voller Anteilnahme zu ihr und stützte sie liebevoll.Chiara wirkte erschöpft. Sie zwang sich zu einem tapferen Lächeln.„
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