Die Frage blieb in Lina zurück, lange nachdem sie sie gedacht hatte. Sie hing still zwischen ihren Atemzügen, während der Wald weiter um sie herum rauschte und der Fluss ruhig über die Steine glitt. Je länger sie darüber nachdachte, desto schwerer wurde das Bild des Roggenwolfs in ihrem Kopf. Nicht, weil seine Gefahr kleiner geworden wäre, sondern weil sie begonnen hatte zu begreifen, dass selbst etwas so Wildes und Zerrissenes einmal einen Anfang gehabt haben musste. Der warme Schatten in ihr reagierte weiterhin auf diese Gedanken, nicht unruhig, aber aufmerksam genug, dass Lina wusste, wie sehr auch ihr Wolf auf alles antwortete, was mit dem Roggenwolf zusammenhing. Es war keine einfache Verbindung und keine, die sie verstand. Doch sie war da. Kian saß noch immer dicht neben ihr, ruhig und wachsam zugleich. Seine Haltung hatte sich kaum verändert, und dennoch bemerkte Lina inzwischen kleinste Dinge an ihm. Die Art, wie seine Aufmerksamkeit nie vollständig ruhte. Wie sein Blick imm
Zuletzt aktualisiert : 2026-05-17 Mehr lesen