Anastasias SichtWir steigen erst gegen 2 Uhr nachts aus dem Auto. Als ich endlich meine Wohnungstür hinter Alexander abschließe und mich dagegen lehne, überkommt mich die Erschöpfung. Doch meine Gedanken rasen weiter und lassen jeden Moment des Abends Revue passieren: Leos gescheiterte Versuche, Liams eisiger Blick, Marians kaum verhohlene Panik.Sie haben versucht, mich zu betäuben. Sie haben wirklich versucht, mich zu zerstören, genau wie vor sieben Jahren, und sie sind gescheitert.Der Sieg sollte süß sein. Sollte mir Kraft geben. Stattdessen fühle ich mich nur ausgelaugt. Ausgelaugt von dieser ständigen Wachsamkeit, diesem endlosen Schachspiel, der Last der Geheimnisse, die ich nicht teilen kann.Ich werfe Mia einen Blick zu, bevor ich in mein Zimmer gehe. Sie liegt auf ihrem Bett, wie Kinder es tun, einen Arm auf ihrem Stoffhasen, ihr dunkles Haar auf dem Kissen ausgebreitet. So friedlich. So unschuldig.Das ist es, was ich beschütze. Diesen Moment, diesen Frieden, diese Kindhei
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