Emma spürte den Wandel in der Luft, sobald sie in den Keller trat. Das Haus war still, Mark längst auf seiner nächsten zwölf Stunden Schicht, das Baby-Monitor oben stumm. Sie klopfte nicht – sie schlüpfte einfach durch die Tür in dem Bademantel, den sie gestern zum Einkauf in den kleinen Laden getragen hatte, dem gleichen, der die Milchflecken kaum verstecken konnte. Die Luft roch nach frischem Kaffee und etwas Schärferem, wie die Spannung, die immer vor ihnen kam.Marcus stand an der Kücheninsel, Ärmel hochgekrempelt, Laptop offen. Neben ihm zwei neue Laptops, Bildschirme leuchteten. Kyle lag auf dem Sofa, aber er war nicht allein. Seit letzter Woche waren drei neue Namen hinzugefügt worden: Jax, Marcus’ Cousin, und ein stiller Buchhalter, den sie aus dem Lohnbüro des Lagers rekrutiert hatten. Keine große Party. Kein Blitz. Nur leise, effiziente Kontrolle.„Setz dich“, sagte Marcus, ohne aufzublicken. Seine Stimme war ruhig, fast sanft. „Wir übernehmen die Teile, die zählen.“Emmas K
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