Das Herz hört nicht auf die Vernunft – es schmerzt einfach nur.——*Martins Sicht*Die Morgenluft trug noch immer den Geruch von geröstetem Kaffee und warmem Ahornsirup, eine süße Spur, die an meiner Kleidung haftete. Ich war kaum zwei Schritte aus dem Café heraus, als ich sie sah.Lily.Sie ging allein, ihre Schritte zu leicht für jemanden, der für die Welt wach war. Ihr Blick war abwesend, auf etwas gerichtet, das weit hinter den Gebäuden und Menschen lag. Ihr Mund war ernst, die Lippen leicht geöffnet, als hätte sie vergessen, wie man sie geschlossen hält.Still. Zu still – wie Porzellan kurz bevor es zerspringt.Mir stockte der Atem. Ich bewegte mich nicht. Das tue ich nie, wenn sie so ist.Ich sah nur zu und ließ die Sekunden sich dehnen und verlangsamen, während sie näherkam, nichts ahnend. Nichts ahnend vom Verkehr, vom Lärm, von mir.Sie lief geradewegs in meine Brust.Ein leises Pochen, als unsere Körper aufeinandertrafen. Ihre Wärme presste sich gegen mich, ihr Atem stockte,
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