Dein Vater hieß nicht Richard.Mara sagte es ohne Einleitung. Einfach so, mitten in die Stille hinein, als hätte sie die Worte schon lange bereitgehalten und nur auf den Moment gewartet, in dem Elena fragen würde.Elena stand noch am Fenster. Sie hielt das Handy so fest, dass die Knöchel weiß wurden, und in ihrem Kopf war auf einmal alles klar, so klar, dass es wehtat.Was, sagte sie.Dein Vater, sagte Mara. Der Mann, den ich geliebt habe. Der Mann, der dein Vater ist. Er hieß nicht Richard.Elena setzte sich auf die Bettkante. Sie wollte etwas sagen, aber ihre Kehle war eng, und so saß sie nur da und lauschte in das Rauschen der Leitung hinein, das jetzt lauter war als jedes Wort, das sie hätte finden können.Hörst du mich, fragte Mara.Ja, sagte Elena. Aber es war nur ein Ton. Ein Ja, das keine Zustimmung war, nur ein Zeichen, dass sie noch da war.Mara atmete tief aus. Dann begann sie zu erzählen.Ich habe deine Mutter geliebt, sagte sie. Nicht so, wie man eine Freundin liebt. So,
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