Das Krankenzimmer war nach dem Chaos im Lagerhaus viel zu still. Elena lag im Bett, die Schürfwunde an ihrer Seite fest verbunden, ein dumpfer Schmerz erinnerte sie daran, wie knapp alles davor gewesen war zu enden. Cassian saß auf dem Stuhl neben ihr, die Ellbogen auf die Knie gestützt, die Hände so fest ineinander verschränkt, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Seit ihrer Ankunft war er nicht von ihrer Seite gewichen.Seine Jacke hatte er ausgezogen, die Ärmel hochgekrempelt. Der Mann, der sie einst mit purer Verbitterung angesehen hatte, beobachtete sie jetzt, als könnte sie verschwinden, sobald er blinzelte.„Du solltest nach Hause gehen“, sagte Elena leise und rückte vorsichtig gegen die Kissen. „Du siehst erschöpft aus.“Cassians graue Augen trafen ihre. In ihnen lag Hitze — rohe, besitzergreifende Hitze — aber auch etwas Vorsichtiges, Zurückhaltendes. „Ich gehe nicht.“Die Worte blieben zwischen ihnen hängen. Im Lagerhaus, als die Kugeln flogen und Lucas in Gefahr war, hatte
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