Sie fuhren um sechs Uhr zwanzig los. Nicht im SUV. In Elenas altem Wagen, mit einem Motor, der erst nach zwei Anläufen warm wurde. Lucas saß hinten, angeschnallt, den Blick auf die vorbeiziehenden Reben gerichtet. Marie saß neben ihm, eine Tasche mit Wasserflaschen und einer Decke zwischen den Füßen. Cassian fuhr. Elena hatte das Foto des Hauses auf dem Schoß, aber sie sah es nicht an. Sie sah nach draußen. Vevey war keine halbe Stunde entfernt. Fünf Kurven oberhalb des Sees, dann lag es da: weiße Wände, hellgraue Fensterläden. Der Garten war wild, das Gras hoch, dazwischen Wildblumen, die im Morgenlicht fast leuchteten. Der Makler war nicht da. Cassian hatte abgesagt. „Wir schauen allein“, hatte er nur gesagt. Lucas wachte auf, als der Wagen hielt. Er blieb einen Moment sitzen, die Hände in den Jackentaschen, und beobachtete das Haus zwischen den Bäumen. Dann öffnete er selbst die Tür. „Willst du reingehen?“, fragte Elena leise. Lucas nickte. Das Haus war leer. Keine Möbel, kein
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