POV Manon„Das wird nicht schwer sein“, sagte ich, und meine Stimme klang so schneidend, dass sie das Klirren der Kristallgläser im Restaurant zu übertönen schien. „Ich werde die nötigen Proben aus Fernands Wäschekorb besorgen. Ein paar Haare reichen für das Labor.“Isaac musterte mich eine gefühlte Ewigkeit lang, die dunklen Augen tief in meine Lider gebohrt. Ich konnte sehen, dass meine emotionale Distanz, meine plötzliche, berechnende Kälte ihn zutiefst überraschte. Ich sprach über ein düsteres Familiengeheimnis, das mir das Herz in tausend scharfe Stücke riss, mit einer völlig flachen, tonlosen Stimme – als würde es mich nicht im Geringsten berühren. Als wäre ich nicht das Opfer, sondern die Architektin dieses künftigen Skandals.„Monsieur Lambert, ich brauche noch einen weiteren Gefallen von Ihnen“, fuhr ich fort, lehnte mich ein Stück vor und fixierte ihn. „Ich weiß, es ist viel verlangt, aber in dieser Stadt kann ich im Moment niemandem sonst vertrauen.“Isaac wartete geduldig,
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