POV FernandFrüher habe ich nicht wirklich gelebt. Ich habe gewartet. Ich habe darauf gewartet, Manon in den Fluren zu begegnen, auf Partys, irgendwo. Sie war meine Sonne, und ich war nur der Typ, der in der Ecke stand und versuchte, nicht zu pathetisch auszusehen.In jener Nacht bei Noémie, als sie mich unter Drogen setzten, übernahm das Verlangen, das ich jahrelang unterdrückt hatte, das Kommando. Es war zu einer so gewaltsamen, so realen Halluzination geworden, dass ich aufwachte und überzeugt war, sie gehöre mir.Ich zögerte, ihr das alles zu sagen. Wenn ich ihr beichten würde, dass ich sie jahrelang aus dem Schatten heraus wie ein Raubtier beobachtet hatte, würde sie vor mir fliehen? Was würde sie sehen? Einen besessenen Typen, einen Stalker? Ich zog es vor, auf Nummer sicher zu gehen.„Marie hat mir eingeredet, sie hätte mich erwischt. Sie hat Noémie angefleht, dieses Ding durchzuziehen, um mich zur Heirat zu zwingen. Ich war unter dem Einfluss von diesem Dreckszeug, Manon. Ich
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