Der eiskalte Regen wusch den schwarzen Staub der gefallenen Könige in die Risse des zerborstenen Obsidians. Kael spürte, wie das kühle Wasser über sein Gesicht rann, während er den pochenden Schmerz in seiner Schulter und den gebrochenen Rippen mit zusammengebissenen Zähnen hinnahm.Seraphinas Hände lagen fest auf seiner Wunde. Ihr Gesicht war blass, gezeichnet von der enormen Anstrengung, die die Verschmelzung ihrer Macht erfordert hatte. Ein schwaches, goldenes Glimmen pulsierte noch in ihren Handflächen, gerade hell genug, um das zerrissene Fleisch auf Kaels Schulter zu schließen und die Blutung zu stoppen.„Spar deine Kraft“, raunte Kael rau und legte seine rechte, unversehrte Hand über ihre. „Es reicht, damit ich den Arm nicht verliere. Den Rest näht Finn mir später zusammen.“Seraphina ließ sich erschöpft zurück auf die Fersen sinken. Das goldene Licht erlosch, und sie wirkte für einen Moment so menschlich, so verletzlich, dass Kael am liebsten die Arme um sie geschlagen hätte,
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