Die Stille in der Ausgrabungsstätte wurde nicht durch Geräusche gebrochen, sondern durch ein Fehlen davon. Als der Geologe – Elaras Mentor – seine Augen öffnete, verstummten die Vögel im Wald. Der Wind hörte auf, durch die Baumkronen zu wehen. Es war, als hätte die Welt den Atem angehalten, um das zu beobachten, was vor ihr geschah. Elara wich zurück, ihre Stiefel knirschten auf dem staubigen Boden. „Jonas?“, flüsterte sie. Jonas – oder das, was von ihm übrig war – hob seine Hand. Die schwarze Flüssigkeit, die ihn „infiziert“ hatte, floss nun unter seiner Haut wie flüssige Schatten. Sie bildete geometrische Muster, die bei jeder seiner Bewegungen aufleuchteten. Er blickte nicht sie an, sondern durch sie hindurch. „Du suchst nach Antworten in den alten Texten, Elara“, sagte Jonas, und sein Tonfall schwankte zwischen seiner alten, warmen Stimme und einem mechanischen, kalten Summen. „Aber die Geschichte, die man euch erzählt hat, ist nur das Deckblatt einer Akte, die längst geschloss
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