Wie Sebastian aussah, wenn er wirklich die Beherrschung verlor, wusste Klara tatsächlich nicht.Seit sie ihn kannte, wirkte er wie ein stiller See im Morgennebel – ruhig, zurückhaltend und immer ein wenig fern. Selbst nach ihrer Hochzeit hatte sich daran nichts geändert.Aber der Mann vor ihr war anders. In diesem Moment war er auf ungewöhnliche Weise verrückt.Ihr Blick fiel auf sein aufgerissenes Hemd, die freigelegte Haut und die klaren Muskelstränge, die sich unter seinem Brustkorb spannten. Sie war voller Schrecken.Unwillkürlich zog sie die Decke enger um sich.„Sebastian, was hast du vor?“„Was ich vorhabe?“ Seine Augen waren dunkel vor Wut. „Du bist meine Frau. Du lebst in meinem Haus, gibst mein Geld aus, profitierst von allem, was ich aufgebaut habe. Und dann stellst du dich mit Fremden gegen mich. Was glaubst du also, was ich vorhabe?“„Ich habe mich mit niemandem …“ Eigentlich hatte sie längst keine Lust mehr, sich zu rechtfertigen. Aber sein Zustand machte ihr Angst. Plöt
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