„Meinst du das ernst?“ Seine Miene war extrem düster.„Ja.“ Sie war immer damit ernst. Weder aus Eifersüchtigkeit noch aus Trotz.„Gut.“ Er nickte. „Wage es ja nicht, das später zu bereuen!“Er ging zurück zur Vitrine, deutete auf die zehn Uhren und sagte: „Ich nehme sie alle!“Vivian hatte die Situation inzwischen durchschaut: Klara war die Ehefrau dieses Mannes. Und die Frau, die gerade gegangen war und sich so scheinheilig gegeben hatte, war seine Geliebte.Vivian schloss tatsächlich die Vitrine. „Tut mir leid, mein Herr, ich verkaufe sie nicht mehr.“Sebastian war völlig überrascht, dass ausgerechnet eine Verkäuferin sich ihm in den Weg stellte. Zum ersten Mal in seinem Leben wurde er richtig laut: „Glauben Sie mir, wenn ich das will, kaufe ich diesen Laden jederzeit.“„Na und? Dann gehe ich lieber pleite. Ich bin nur eine kleine Person, aber ich möchte nicht, dass Dinge, die durch meine Hände gehen, am Ende bei einer Geliebten landen.“ Vivians kleines Gesicht war voller Entschloss
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