„Sebastian, du bist heute Morgen extra losgegangen. Bist du denn gar nicht müde?“ Du kannst doch auch später auschecken. Davon geht die Welt nicht unter.“ Das war Justins Stimme.„Später? Dann ist von ihr doch längst jede Spur verschwunden!“ Das war Sebastian.„Ach, Sebastian, selbst wenn sie verschwindet – na und? Sie fährt doch sowieso mit dem Zug nach Hause.“Sebastian schwieg einen Moment, dann schnaubte er. „Stimmt schon. Ich ärgere mich einfach.“„An deiner Stelle würde ich mich genauso ärgern. Auf deine Kosten leben und dir dann auch noch fremdgehen? So eine Ehefrau hättest du längst vor die Tür setzen sollen!“„Ich sag's dir: Die braucht mal jemanden, der ihr ordentlich die Grenzen zeigt. Sebastian, du bist viel zu nachsichtig. Einmal richtig Klartext reden, dann hält sie sich schon eine Weile zurück.“Tja. Das waren eben seine Freunde.Sie waren schon immer so.Wenn sie einmal keinen schlechten Satz über sie verloren, glaubte sie fast, die Sonne gehe im Westen auf.Da meldete
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