Mitchelles POV.An manchen Morgen geht die Sonne auf wie ein Versprechen. Aber dieser Morgen war schmerzhaft keiner davon.Der Himmel über Moonridge hatte die Farbe von etwas, das verblutete. Als schämten sich die Himmel selbst für das, was sie in der Nacht zuvor zugelassen hatten.Ich stand an meinem Fenster und sah zu, wie sich das Licht langsam höher schob, und fühlte… absolut nichts.Das Seltsamste war jedoch, dass ich Trauer hätte fühlen sollen – eine Trauer, die mich niederdrücken müsste. Stattdessen war da nur eine hohle Leere, ein stilles Echo der Stimme meiner Mutter.Ich hatte nicht geschlafen. Ich saß in meiner zerfetzten, ramponierten Zeremonienrobe auf der Kante meines Bettes und starrte an Wände und Decke, während die Nacht langsam in den Morgen überging.Und nun war der Morgen da, und meine Mutter war immer noch fort. Kein frühes Klopfen an der Tür, kein Nachsehen. Die Last dieses Wissens lag schwer auf meiner Brust.Das Heilige Tal roch wie immer: nach feuchter Erde un
Zuletzt aktualisiert : 2026-06-10 Mehr lesen