Aelys' Stimme ist ein Schrei. Ich sehe sie von ihrem Stuhl aufstehen, auf mich zulaufen, aber ihre Bewegungen sind in Zeitlupe, wie in einem Traum. Ich liege auf dem Boden, den Rücken auf den kalten Fliesen, und ich spüre, wie das Leben aus mir entweicht. Dann sehe ich den Mann. Er ist da, hinter Aelys, einen Dolch in der Hand. Einer der Adligen aus dem Norden, derjenige, der zu breit gelächelt hatte, derjenige, der zu leise gesprochen hatte. Er hebt seine Waffe, und er zielt auf Aelys, meine Frau, meine Liebe, mein Leben. Ich will schreien, aber kein Laut kommt aus meinem Mund. Ich will aufstehen, aber meine Glieder gehorchen nicht mehr. Ich bin hilflos, gelähmt, sterbend. Und Aelys, ohne zu wissen, was hinter ihr geschieht, wirft sich auf mich, um mich zu schützen. Der Schlag, der ihr galt, trifft sie mitten in den Rücken. Ihr Schrei ist eine Klinge, die mir das Herz durchbohrt. Sie bricht über mir zusammen, und ihr warmes Blut fließt über meine Hände. Der Dolch steckt in ihrem
Last Updated : 2026-10-13 Read more