Ich stehe auf, meine nackten Füße versinken in dem dicken Teppich, der meine Schritte dämpft. Meine Beine zittern leicht, und ich muss mich bewusst anstrengen, sie nacheinander vorwärts zu bewegen. Er sitzt in diesem Sessel wie ein König auf seinem Thron, die Beine leicht gespreizt, die Hände auf den Armlehnen, die Augen mit ruhiger Intensität auf mich gerichtet. Ich bleibe einen Meter von ihm entfernt stehen – Sicherheitsabstand. – Näher. Ich mache einen Schritt, dann noch einen. Er streckt die Hand aus, Handfläche nach oben, in jener Geste, die zu unserem stillen Ritual geworden ist. – Gib mir deine Hand. Ich gebe sie ihm, widerwillig, meine Finger kalt gegen seine glühende Handfläche. Seine Finger schließen sich um die meinen, warm, fast beruhigend, und er zieht mich sanft heran, bis ich zwischen seinen gespreizten Knien stehe. Er sitzt, ich stehe – zum ersten Mal überrage ich ihn um Haupteslänge. Aber er ist es, d
Last Updated : 2026-07-19 Read more