AdrianaIch bin zu Hause, in meiner zu großen, zu stillen, zu leeren Wohnung.Die Seine fließt unten träge, gleichgültig. Die Lichter von Paris tanzen auf dem Wasser, tausende Reflexe, die aneinanderstoßen. Es ist schön. Es ist immer schön. Heute Abend lässt es mich kalt.Ich sollte glücklich sein. Ich habe alles, was man sich wünschen kann. Reichtum, Macht, Schönheit, Gesundheit. Wohnungen in drei Ländern, Autos, die nie die Garage verlassen, Kleidung mit Designernamen, die ich mir nicht einmal die Zeit nehme zu merken.Aber ich denke an sie.Ich denke an sie, die nach Hause geht, zu ihm. Ich denke an ihre Hände, die einen anderen Körper berühren. An ihren Mund, der andere Lippen küsst. An ihren Körper, der sich einem anderen hingibt, der für einen anderen stöhnt, der für einen anderen kommt.Die Eifersucht zerfrisst mich. Ätzend. Brennend. Verheerend.Ich hatte sie nie gekannt, diese Emotion. Ich hatte nie nötig gehabt, eifersüchtig zu sein. Man begehrt mich, man umwirbt mich, man b
Last Updated : 2026-07-30 Read more