Ich ritt so hart, dass mein Pferd Schaum vor dem Maul hatte.Kael ritt neben mir, schweigend und grau im Gesicht, mit Rhys und zwölf Kriegern, die hinter uns herdonnerten. Jeder Hufschlag klang wie dasselbe Wort.*Liam. Liam. Liam.*Ich griff über unser Familienband nach ihm. Es war immer ein dünner Faden gewesen, doch an diesem Morgen war er so straff gespannt, dass es schmerzte, ihn zu halten. Er war nicht durchtrennt. Er lebte.Der Pass öffnete sich am späten Vormittag, ein enger Schlund aus schwarzem Fels, in dem sich die Straße zwischen zwei Klippen wand. Krähen pickten an etwas nahe der Biegung.„Bleib auf deinem Pferd, Elena", sagte Kael.Ich war schon abgestiegen.Die Kutsche lag quer über der Straße auf der Seite, ein Rad zersplittert und noch immer im Wind drehend. Blut hatte den Schnee in einem breiten, dunklen Fleck getränkt. Darüber verstreut, wie Blätter nach einem Sturm, lagen Marens Kräuter, Bündel von Schafgarbe und Weidenrinde und die kleinen Stoffsäckchen mit Mondwu
Last Updated : 2026-10-31 Read more