LOGINDas Erste, was Alpha Kael Blackthorn bei meiner Rückkehr tat, war der Versuch, mich zu töten.
Seine Klauen zerschnitten die Luft nur Zentimeter vor meinem Gesicht. Die Wachen schrien, aber keiner von ihnen wagte sich näher.
Ich hätte rennen sollen. Jeder Instinkt schrie mich an zu rennen.
Stattdessen trat ich näher.
„Sieh mich an, Kael!"
Seine goldenen Augen hefteten sich auf meine. „Geh weg von mir!"
„Dann hör auf, mich zerreißen zu wollen!"
Er sprang vor. Ich fing sein Handgelenk.
Der ganze Raum verstummte. Seine Klauen zogen sich zurück. Das Knurren erstarb in seiner Kehle, und das Monster, das alle fürchteten, sah plötzlich aus wie ein Mann, der gerade seinen eigenen Tod gesehen hatte.
Er starrte auf meine Hand um sein Handgelenk. Dann flüsterte er: „Wie machst du das?"
Ich ließ ihn sofort los. „Schmeichle dir nicht. Ich bin wegen meines Bruders hier, nicht wegen dir."
Er zuckte zusammen, als hätte ich ihn geschlagen. Dann richtete er sich auf, wischte sich das Blut von den Händen und sprach zum Raum, ohne den Blick von mir abzuwenden. „Alle raus. Sofort."
Die Wachen schleppten ihre bewusstlosen Kameraden durch die Türen. Als der Letzte gegangen war, legte sich die Stille wie Staub über uns.
„Warum bist du hier?", fragte Kael. Seine Stimme war heiser. „Nach fünf Jahren."
„Ich beantworte keine persönlichen Fragen." Ich durchquerte die zerstörte Halle zu seinem Schreibtisch, der irgendwie überlebt hatte, und legte den Ehevertrag auf die Platte.
Er las die erste Zeile und lachte kurz und ungläubig auf. „Du hast Nerven, hierher zurückzukommen."
Ich sah den Mann an, der mir einst das Gefühl gegeben hatte, wertlos zu sein. „Und du hast Nerven, so zu tun, als gehörte dir der Ort, an dem ich geboren wurde."
Seine Kiefer spannten sich an. „Du bist gegangen."
„Du hast dafür gesorgt, dass mir nichts mehr blieb, wofür ich hätte bleiben sollen."
Einen Moment lang huschte etwas Schmerzhaftes über sein Gesicht. Dann verschwand es, und er wurde wieder kalt.
„Was willst du?"
Ich schob ihm den Vertrag zu. „Ein Jahr Ehe."
Er las ihn Zeile für Zeile durch, und ich sah, wie sich sein Ausdruck von Spott zu Zorn wandelte. „Du verlangst von mir, dich zu heiraten und Luna zu nennen. Nachdem du hier hereinspaziert bist wie eine Fremde, in der Erwartung, dass ich mich beuge."
„Ich erwarte nichts. Ich verhandle."
„Du nutzt meine Schwäche aus."
„Du hast mich öffentlich vor Hunderten von Wölfen zurückgewiesen", sagte ich ruhig. „Du hast kein Recht, meine Gründe infrage zu stellen."
Er schwieg.
„Hier sind die Bedingungen", fuhr ich fort. „Du heiratest mich. Du erkennst mich vor deinem Rudel als Luna an. Du gibst meinem Bruder Zugang zu deinen Heilern und schwörst, ihn zu beschützen. Im Gegenzug helfe ich dir, deinen Wolf zu beherrschen."
„Warum sollte ich dir vertrauen?"
„Solltest du nicht."
Er runzelte die Stirn. „Warum dann dieses Angebot?"
„Weil mein Bruder im Sterben liegt und du vielleicht der einzige Alpha bist, der ihn retten kann."
„Und wenn das Jahr endet?"
„Gehe ich."
Seine Augen verhärteten sich. „Du glaubst, du kannst zweimal von mir fortgehen?"
Ich beugte mich über den Schreibtisch, bis unsere Gesichter nur noch einen Atemzug voneinander entfernt waren. „Du bist zuerst von mir fortgegangen. Verwechsle diesen Vertrag nicht mit Vergebung."
Er antwortete nicht. Sein Blick fiel auf meine Hand, die noch immer auf dem Papier lag, und ich bemerkte, dass das leichte Zittern seiner Schultern aufgehört hatte. Das Band summte zwischen uns wie eine gezupfte Saite, und er spürte es auch. Er konnte nicht so tun, als wäre es anders.
„Zeig mir deinen Bruder", sagte er schließlich.
Ich legte das Foto auf den Schreibtisch.
Kael sah es an, und jede Spur von Zorn wich aus seinem Gesicht.
Sein Blick heftete sich auf das Mal über Liams Schulter. Sein Atem stockte. Mehrere Sekunden lang sprach er nicht.
„Wann ist das zum ersten Mal erschienen?"
„In der Nacht, in der du mich zurückgewiesen hast."
Seine Finger schlossen sich so fest um das Foto, dass das Papier der Länge nach einriss. Er schien es kaum zu bemerken.
„Hat dein Bruder je mit einer Stimme gesprochen, die nicht seine eigene war? Hatte er seltsame Träume?"
Mein Blut gefror. Ich hatte niemandem von der Stimme erzählt, die in der Dunkelheit durch meinen Geist geflüstert hatte.
„Warum fragst du das?"
Kael antwortete nicht. Als er schließlich aufsah, war sein Gesicht bleich und gequält. „Ich habe dieses Symbol schon einmal gesehen. In den privaten Aufzeichnungen meiner Mutter."
„Was ist es?"
Er sagte nichts.
„Sieh mich an!"
Seine Augen trafen meine. „Manche Dinge hätten begraben bleiben sollen."
„Nicht mein Bruder. Nicht meine Familie. Nicht mehr."
Er schloss kurz die Augen. „Wenn ich dir sage, was ich vermute, Elena, wirst du mich vielleicht nie wieder so ansehen wie früher."
Ich lachte bitter. „Wie man das macht, hast du mir schon vor fünf Jahren beigebracht."
Eine lange Weile war das Einzige, was zu hören war, das Knistern der Lampe. Dann nahm Kael eine Feder, tauchte sie in Tinte und unterzeichnete den Vertrag.
„Ein Jahr", sagte er leise. „Ich werde jede Bedingung einhalten."
„Es gibt noch eine Bedingung." Ich schob ihm ein zweites Papier über den Schreibtisch. „Ich habe das Recht, deinen Rat zu untersuchen und Zugang zu den Archiven des Alphas zu erhalten. Ohne Einmischung."
Sein Mund spannte sich an. „Der Rat wird dich nicht willkommen heißen."
„Seine Zustimmung ist mir seit Jahren gleichgültig."
„Sie sind gefährlicher, als du ahnst."
„Ich auch."
Ich nahm den unterzeichneten Vertrag und wandte mich zur Tür. Ich hatte sie fast erreicht, als seine Stimme mich aufhielt.
„Elena, warte."
Ich blieb stehen, die Hand am Türrahmen, den Rücken zu ihm gewandt.
„Es gibt etwas, das du über jene Nacht wissen musst."
„Nein."
„Du hast nicht einmal gehört, was ich zu sagen habe."
„Ich habe fünf Jahre damit verbracht, mich zu fragen, was ich falsch gemacht habe. Ich werde keine fünf weiteren Minuten damit verbringen, mir Ausreden anzuhören."
Seine Stimme brach. „Es war nicht so einfach."
Ich umklammerte den Türrahmen. „Dann hättest du daran denken sollen, bevor du mich zerstört hast."
Ich ließ ihn allein in den Trümmern stehen. Hinter mir hörte ich das leise Scharren seines Stuhls, als er sich darauf sinken ließ, und ich verbot mir zu fragen, warum es nach Trauer klang.
Man gab mir ein Gästezimmer im dritten Stock des Rudelhauses, klein und schlicht, mit einem Bett, dem ich nicht traute, und einem Fenster, das auf den dunklen Wald hinausblickte. Eine Stunde lang saß ich auf der Bettkante und lauschte dem Knarren des Gebäudes.
Ich sah immer wieder Kaels Gesicht, als er das Foto betrachtet hatte. Das war nicht der Blick eines Mannes gewesen, der vom Unglück eines Fremden erschüttert ist. Es war Wiedererkennen gewesen. Entsetzen. Trauer.
Schritte gingen im Korridor vorbei. Ich sagte mir, es sei nur ein Diener.
Dann glitt ein gefaltetes Stück Papier unter meiner Tür hindurch.
Ich durchquerte den Raum in zwei Schritten und schnappte es mir. Die Schrift war sauber, in dunkler Tinte.
FRAG KAEL, WER DEN MORD AN DEINEM VATER BEFOHLEN HAT.
Mein Atem stockte. Ich las es noch einmal und noch einmal, als könnten sich die Worte neu ordnen.
Der Tod meines Vaters war einem Überfall von Abtrünnigen zugeschrieben worden, doch niemand hatte je erklärt, warum sein Leichnam nie zurückgebracht worden war. Ich hatte zugelassen, dass man einen Sarg voller Steine begrub. Ich war zu jung, zu trauernd, zu vertrauensselig gewesen, um zu fragen.
Ich hielt die Notiz unter die Lampe. Die Neigung der Buchstaben, die scharfen Schwänze der *y*, wirkten schrecklich vertraut. Ich zog den Ehevertrag aus meinem Mantel und legte die beiden Seiten nebeneinander.
Die Handschrift stimmte überein.
Ich erinnerte mich daran, wie Kael jedes Mal verstummt war, wenn ich meinen Vater erwähnt hatte. Seine zitternden Hände. Seine Weigerung, etwas zu erklären.
Er wusste etwas. Er wusste weit mehr, als er zugegeben hatte.
Ich riss die Tür auf und trat in den Korridor, bereit, ihm noch in dieser Nacht die Wahrheit zu entreißen. Dann hörte ich Stimmen aus einem Zimmer am Ende des Flurs, leise und eindringlich.
Eine davon erkannte ich sofort. Der Älteste Corvin Ashgrove.
Ich schlich näher und drückte mich hinter eine Steinsäule, das Herz hämmernd.
„Sie hat den Vertrag unterzeichnet", sagte Corvin gerade. „Das Band ist wieder aktiv."
Eine zweite, gedämpfte, unbekannte Stimme fragte: „Und der Junge?"
„Das Mal breitet sich genau wie geplant aus."
Meine Knie gaben beinahe nach. Liams Krankheit war kein Zufall. Sie war ein Plan, und sie hatten darauf gewartet, dass ich geradewegs hineinlaufe.
Ich verlagerte mein Gewicht, um mehr zu hören, und die Diele unter meinem Fuß knarrte.
Die Stimmen verstummten.
Die Tür öffnete sich.
Corvin trat in den Korridor, seine Miene ruhig, beinahe einladend. „Elena Hart. Ich habe mich gefragt, wann du kommen würdest, um nach Antworten zu suchen."
Ich versuchte, die Notiz hinter meinem Rücken zu verbergen.
Sein Blick fiel auf meine Hand. Er lächelte.
„Hat Kael dir von der letzten Nacht deines Vaters erzählt?"
Mein Herz hämmerte. „Was weißt du über meinen Vater?"
Er trat näher. „Mehr, als du dir vorstellen kannst."
Er griff in seinen Mantel und zog ein gefaltetes Dokument hervor, gestempelt mit dem Siegel des Alphas. Ich erkannte die Unterschrift sofort.
Kael Blackthorn.
Corvin legte es in meine zitternden Hände. „Dein Vater starb wegen eines Befehls, den dein Ehemann unterzeichnet hat."
Ich starrte auf die Seite, unfähig zu atmen. Unten stand ein Datum, das Datum der letzten Patrouille meines Vaters. Und unter Kaels Unterschrift hatte jemand eine Zeile in roter Tinte geschrieben.
WENN DANIEL HART ÜBERLEBT, DARF ELENA IHREN ACHTZEHNTEN GEBURTSTAG NIEMALS ERREICHEN.
Ich sah zu Corvin auf. Er lächelte nicht mehr.
„Nun", flüsterte er, „glaubst du noch immer, dass dein Ehemann dich zurückgewiesen hat, um dich zu beschützen?"
Ich ritt so hart, dass mein Pferd Schaum vor dem Maul hatte.Kael ritt neben mir, schweigend und grau im Gesicht, mit Rhys und zwölf Kriegern, die hinter uns herdonnerten. Jeder Hufschlag klang wie dasselbe Wort.*Liam. Liam. Liam.*Ich griff über unser Familienband nach ihm. Es war immer ein dünner Faden gewesen, doch an diesem Morgen war er so straff gespannt, dass es schmerzte, ihn zu halten. Er war nicht durchtrennt. Er lebte.Der Pass öffnete sich am späten Vormittag, ein enger Schlund aus schwarzem Fels, in dem sich die Straße zwischen zwei Klippen wand. Krähen pickten an etwas nahe der Biegung.„Bleib auf deinem Pferd, Elena", sagte Kael.Ich war schon abgestiegen.Die Kutsche lag quer über der Straße auf der Seite, ein Rad zersplittert und noch immer im Wind drehend. Blut hatte den Schnee in einem breiten, dunklen Fleck getränkt. Darüber verstreut, wie Blätter nach einem Sturm, lagen Marens Kräuter, Bündel von Schafgarbe und Weidenrinde und die kleinen Stoffsäckchen mit Mondwu
Der Älteste Corvin Ashgrove ließ mich mit dem Tod meines Vaters in den Händen allein im Korridor zurück.Er sah sich nicht um. Er verschränkte die Finger hinter dem Rücken wie ein Mann, der durch einen Garten spaziert, und summte eine leise, melodielose Weise, während er davonging. Der Klang schwebte noch lange durch den steinernen Gang, nachdem das Lampenlicht ihn verschluckt hatte.Ich stand wie erstarrt, der Befehl zitterte in meiner Handfläche. Die rote Tinte war noch nicht einmal ganz getrocknet. Sie glänzte feucht im Lampenlicht, jeder Buchstabe scharf wie ein Schnitt.*WENN DANIEL HART ÜBERLEBT, DARF ELENA IHREN ACHTZEHNTEN GEBURTSTAG NIEMALS ERREICHEN.*Ich las es noch einmal. Dann wieder, als könnten die Worte weicher werden, wenn ich sie nur lange genug anstarrte.Das taten sie nicht.Mein Vater war ein stiller Mann gewesen, der Zäune flickte und mir beibrachte, welche Pilze man meiden musste. Er hatte nie die Stimme erhoben. Er hatte nie ein einziges Mal den Thron des Alpha
Das Erste, was Alpha Kael Blackthorn bei meiner Rückkehr tat, war der Versuch, mich zu töten.Seine Klauen zerschnitten die Luft nur Zentimeter vor meinem Gesicht. Die Wachen schrien, aber keiner von ihnen wagte sich näher.Ich hätte rennen sollen. Jeder Instinkt schrie mich an zu rennen.Stattdessen trat ich näher.„Sieh mich an, Kael!"Seine goldenen Augen hefteten sich auf meine. „Geh weg von mir!"„Dann hör auf, mich zerreißen zu wollen!"Er sprang vor. Ich fing sein Handgelenk.Der ganze Raum verstummte. Seine Klauen zogen sich zurück. Das Knurren erstarb in seiner Kehle, und das Monster, das alle fürchteten, sah plötzlich aus wie ein Mann, der gerade seinen eigenen Tod gesehen hatte.Er starrte auf meine Hand um sein Handgelenk. Dann flüsterte er: „Wie machst du das?"Ich ließ ihn sofort los. „Schmeichle dir nicht. Ich bin wegen meines Bruders hier, nicht wegen dir."Er zuckte zusammen, als hätte ich ihn geschlagen. Dann richtete er sich auf, wischte sich das Blut von den Händen
„Wenn du willst, dass dein Bruder lebt, musst du aufhören, Zeit mit der Suche nach gewöhnlicher Medizin zu verschwenden."Die Worte der Heilerin trafen mich härter als jeder Schlag.Ich stand neben Liams Bett und starrte den Jungen an, der einst mit mir um die Wette durch den Wald gerannt war. Fünf Jahre waren seit der Nacht vergangen, in der sein Mal erschienen war, und jedes Jahr hatte ihm etwas gestohlen.Seine Kraft.Sein Lachen.Seinen Wolf.Jetzt war seine Haut blass wie Kerzenwachs, sein Atem dünn, und das schwarze Mal hatte sich über die halbe Schulter ausgebreitet. Er war achtzehn Jahre alt und wog weniger als mit dreizehn.Ich umklammerte die Bettkante. „Sag mir, was ich tun soll."Maren sah mir in die Augen. Ihr Haar war seit der Nacht, in der sie mich zur Hintertür hinausgeschoben hatte, völlig weiß geworden, und ihre Hände zitterten, wenn sie ihre Tinkturen einschenkte. Sie hatte mich zwei Jahre nach jener Nacht gefunden, in einer Bergstadt, in der ich Spurensuche gegen M
Liams Schrei war so furchtbar, dass sämtliche Fenster in unserem Häuschen auf einmal zersprangen.Ich warf mich neben ihn, während Glas über den Boden regnete. „Liam! Sieh mich an! Sag mir, wo es wehtut!"Er kratzte an seinem Nacken, sein Körper wand sich, als bewegte sich etwas unter seiner Haut. „Es brennt, Lena! Bitte mach, dass es aufhört!"Ich schnappte mir einen nassen Lappen aus der Schüssel und presste ihn auf das Mal. Der Stoff wurde in meinen Händen schwarz.Ich ließ ihn entsetzt fallen. „Was geschieht mit dir?"Seine Augen verdrehten sich nach hinten. Dann sprach er mit einer Stimme, die nicht ihm gehörte, tief und alt und geduldig.„Dein Vater hätte sein Versprechen halten sollen."Mein Blut gefror. „Was hast du gesagt?"Seine Augen sprangen auf. Er sah mich an, verwirrt und verängstigt, ein dreizehnjähriger Junge, der keine Ahnung hatte, was soeben aus seinem Mund gekommen war.„Elena", flüsterte er. „Warum weinst du?"Ich trug ihn zu seinem Bett und durchwühlte das Häusc
Ich wusste, dass jemand sterben würde, bevor der Mond seinen höchsten Punkt erreichte.Ich wusste nur nicht, dass es das Mädchen sein würde, das ich achtzehn Jahre lang zu beschützen versucht hatte.Ein scharfes Krachen hallte hinter dem Rudelhaus wider. Ich drehte mich gerade rechtzeitig um, um zu sehen, wie ein Wächter aus den Schatten stolperte und sich den blutenden Arm hielt. Bevor ich fragen konnte, was geschehen war, packte er mein Handgelenk.„Was auch immer heute Nacht geschieht, Elena, lass den Alpha nicht dein Blut berühren."Ich starrte ihn an. „Wovon sprichst du?"Sein Blick huschte zur herannahenden Menge. „Dein Vater hätte dich niemals ..."Ein zweiter Wächter tauchte auf und zerrte ihn fort, bevor er den Satz beenden konnte.Ich stand allein in der Kälte, meine Haut prickelte. Es war mein achtzehnter Geburtstag. Heute Nacht würde sich jeder Wolf im Blackthorn-Gebiet unter dem Vollmond versammeln, und ich würde endlich meinem Gefährten begegnen. Ich weigerte mich, mir d







