
Aus Versehen Sextext an den Mafia-DonSeit drei Monaten schrieb ich mit einem Typen namens „Rex“. Einem völlig Fremden, den ich ausschließlich online kennengelernt hatte.
Wir steckten mittendrin – in dieser Verliebtheitsphase, in der mein Handy Nacht für Nacht vor Nachrichten explodierte, die meinen Puls in die Höhe schnellen ließen.
„Ich vermisse dich, Süße.“
„Ich habe letzte Nacht wieder von dir geträumt. Du konntest nicht genug von mir bekommen und hast regelrecht darum gebettelt.“
Ich war kurz davor, vorzuschlagen, dass wir uns endlich auch im echten Leben treffen.
Aber dann schickte er mir ein Bild – eine beiläufige Aufnahme seines Schreibtischs, und ich entdeckte etwas Vertrautes: das Wappen der Verbrecherfamilie Falcone.
Und ausgerechnet ich arbeitete für ein Unternehmen, das den Falcones gehörte.
Drei Monate lang hatte ich mit einem gefährlichen Mann heiße Nachrichten ausgetauscht – einem gemachten Mann der Mafia –, der sich womöglich direkt vor meiner Nase befand.
Und genau als ich herausfinden wollte, wer er wirklich war, sah ich sie.
Die maßgefertigten Manschettenknöpfe aus schwarzem Onyx, die ich für „Rex“ ausgesucht hatte … an den Handgelenken meines Chefs, Marco.