Sie nannten es Fairness
Als ich, die lang verschollene Tochter, zur Familie Costello zurückkehrte, trug ich die abgelegten Sachen meiner Adoptivschwester, und der Familienchauffeur war nur ihretwegen da.
Trotzdem fühlten sie sich der Tochter gegenüber schuldig, die sie in meiner Abwesenheit großgezogen hatten.
Als die Regierung das Fairness-System einführte, registrierten sie die gesamte Familie, bevor ich auch nur mit der Wimper zucken konnte.
Mein Vater atmete erleichtert aus.
„Mit diesem System, das absolute Gleichheit durchsetzt, wird Brittany nie wieder leiden müssen.“
Meine Mutter nahm meine Hand, und ihre Stimme ließ keinen Raum für Widerspruch.
„Du bist nach Hause gekommen und hast ihr alles gestohlen, was ihr gehörte. Das ist nicht fair gegenüber Brittany.“
Mein Bruder machte sich nicht die Mühe, seine Verachtung zu verbergen.
„Ich erkenne nur eine Schwester an. Du hast bereits mehr bekommen, als du verdienst. Treib’s nicht zu weit.“
Ich aß die Reste, während sie Privatköche hatte. Ich schwitzte in einer fensterlosen Abstellkammer, während sie in ihrer luxuriösen Suite schlief.
Ein freudloses Lachen wollte mir beinahe entweichen.
Als das System online ging, waren sie es, die zusammenbrachen.