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Kammelu Christian
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Novels by Kammelu Christian

– Die wolfslose Erbin der Crimson Academy

– Die wolfslose Erbin der Crimson Academy

Luna Ashveil hat ihr ganzes Leben im Verborgenen verbracht. Als Tochter des Alpha-Königs geboren, war sie dennoch nie in der Lage, sich zu verwandeln. Nun kommt sie unter falschem Namen an die Crimson Academy – Luna Grey, unrangiert, ohne Wolf. An einem Ort, an dem Hierarchie alles bedeutet und die Schwachen aussortiert werden, glaubt sie, nur überleben zu können, indem sie unsichtbar bleibt. ‎ ‎Dann betritt Caius Varn die Eingangshalle. ‎ ‎Der Kandidat auf den Rang des Lykanerkönigs. Ihr vom Schicksal bestimmter Gefährte. Er spürt die Bindung im selben Moment wie sie – und weist sie vor der gesamten Akademie zurück. „Ich werde keine wolfslose Gefährtin mit mir tragen.“ ‎ ‎Die Zurückweisung hätte ihre Bindung durchtrennen müssen. Stattdessen reißt sie etwas in Luna auf. Ihr Körper beginnt sich zu verändern. Uralte Male treten hervor. Böden zerbrechen unter ihren Händen. In den versiegelten Gewölben der Akademie entdeckt sie die Wahrheit, die ihre Blutlinie begraben hat: Sie ist nicht wolflos. Sie ist das Gefäß eines himmlischen Wesens, das älter ist als die Lykanerkönige selbst – eine Macht, die einst bis zur Ausrottung gejagt wurde und nun durch genau jene Zurückweisung erwacht, die sie zerstören sollte. ‎ ‎Während die Bindung sich weigert zu sterben, kann Caius seinen Blick nicht mehr von ihr abwenden. Politische Feinde ziehen ihre Kreise. Alte Siegel brechen. Und je mehr Luna über die Frau erfährt, deren Essenz sie in sich trägt, desto deutlicher wird, dass die Akademie, die Höfe und der Erbe, der sie zurückgewiesen hat, allesamt am Rand von etwas stehen, das sich nicht wieder in den Schlaf zwingen lässt. ‎ ‎Sie war nie dazu bestimmt, die Crimson Academy zu überleben. ‎ ‎Sie war dazu bestimmt, sie neu zu erschaffen. ‎
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Chapter: Rheas Wahrheit
Ich schrie nicht.Dachte darüber nach. Der ganze Körper wollte es. Aber ich sah auf ihre Hände. Das Messer zeigte auf die Decke, nicht auf mich. Sah noch einmal in ihr Gesicht. Verstand, dass die Person auf Serens Bett mehr Angst hatte als ich.Okay, sagte ich. Die Stimme kam dünn heraus. Ich schreie nicht.Danke. Sie wischte sich das Gesicht mit dem Handrücken ab. Kleine, schreckliche Geste. Das Messer senkte sich, als sie es tat.Ich ließ die Tür hinter mir offen. Entschied mich nicht dafür. Ging dann zu meinem eigenen Bett und setzte mich ihr gegenüber. Nah genug, um ihre Augen zu sehen. Weit genug, um wegzulaufen. Die Lampe zwischen uns.Ihre Augen gingen zu meinen Schultern. Trägt immer noch seine Jacke. Vergessen.Sie sah eine Sekunde zu lange darauf. Dann auf den Boden.Zog sie nicht aus. Weiß nicht, warum. Es fühlte sich an, als wäre es eine Lüge.Du warst auf dem Grat, sagte ich.Sie wurde still. Dann nickte einmal.Die hellgraue.Ja.Dein Ohr.Ihre Hand ging hoch und berührt
Last Updated: 2026-10-17
Chapter: Immer näher
Ich antwortete ihm nicht.Hatte nichts Großes genug zu sagen. Alles Kleine wäre eine Beleidigung gewesen. Also saß ich ihm gegenüber im dunklen Korridor. Seine Jacke über die Knie gezogen. Ließ die Stille sein, was sie war.Er drängte nicht. Lehnte den Kopf an die Wand und schloss die Augen. Nach einer Minute öffnete und schloss sich seine Hand auf dem Knie. Blut war an den Knöcheln wieder aufgesprungen.Adrians Stimme kam zuerst zurück. Vom anderen Ende des Korridors. Der Wagen ist in Ordnung, sagte er. Viel zu laut. Niemand hat ihn angefasst.Seren kam hinter ihm her, das Notizbuch an die Brust gedrückt. Sah Caius an. Dann mich. Schließlich sehr sorgfältig niemanden von uns. Wir sollten gehen, sagte sie. Bevor sich jemand anders besinnt.Niemand widersprach.Wir gingen im Dunkeln hinunter. Zu viert. Eine Taschenlampe für uns alle. Der Hügel war kalt. Das Gras ist nass. Hinter uns schloss sich die Ruine mit einem tiefen Schaben. Das Licht auf dem steinernen Gesicht erlosch wie eine h
Last Updated: 2026-10-16
Chapter: Vater und Sohn
Ich hatte Caius noch nie bitte sagen hören.Er sagte es, ohne sich umzudrehen. Stand mit dem Rücken zu mir und der offenen Hand seines Vaters noch in der Luft. Sagte es leise, sodass nur ich es hörte.Luna. Bitte. Geh rein.Ich wollte nein sagen. Mein ganzer Körper war darauf vorbereitet.Aber seine Stimme brach beim zweiten Wort. Nur ein wenig. Und ich dachte an das Blut, das zwischen seinen Fingern lief. Wie er seinen Wolf mit beiden Händen zurückgehalten hatte. Verstand, dass er das, was als Nächstes kam, nicht tun konnte, während ich da stand.Der König senkte die Hand. Sah seinen Sohn einen langen Moment an. Dann mich.Lass sie reingehen, sagte er. Das ist eine Familiensache. Adrian, du darfst mit ihr gehen.Adrian bewegte sich nicht.Adrian, sagte der König noch einmal. Mild.Adrians Kehle arbeitete. Sah Caius an. Sah mich an. Dann trat er einen Schritt zurück. Noch einen. Sagte mit einer Stimme, die ich kaum kannte: Komm, Luna.Seren nahm meinen Arm. Sie zitterte. Griff trotzde
Last Updated: 2026-10-15
Chapter: Der König
Niemand hatte mir gesagt, was man tut, wenn ein König einen anschaut.Ich stand auf dem flachen Felsen, der Arm leuchtete wie eine Lampe. Tat das Einzige, was mir einfiel. Blieb stehen.Hinter mir stampften Füße auf Stein. Sie hatten das Heulen in der Ruine gehört. Caius erreichte mich zuerst. Kam um den Felsen und blieb einen halben Schritt vor mir stehen, atmete schwer. Augen blitzten gold im Fackellicht. Gold, dann wieder dunkel. Der Wolf kam schnell hoch. Er drückte ihn genauso schnell wieder runter.Adrian als Nächstes. Warf einen Blick auf den Grat und wurde papierweiß.Oh nein, sagte er. Oh, nein.Seren griff nach meinem Ärmel. Sagte nichts. Finger kalt durch den Stoff.Bleib hinter mir“, sagte Caius. Leise genug, dass nur ich es hörte.Nein.Luna.Ich habe genug davon, hinter Leuten zu stehen, sagte ich.Er sah mich an. Eine Sekunde lang gab etwas in seinem Gesicht nach. Dann drehte er sich zurück zum Grat. Noch leiser: Dann antworte auf nichts, was er fragt, bis ich es sage.
Last Updated: 2026-10-13
Chapter: Was sie wird
Lange rührte sich keiner.Caius' Taschenlampe zeigte auf den Boden. Er hob sie nicht an. Er stand da und sah mich an, als warte er darauf, geschlagen zu werden.Ich schlug ihn nicht. Dazu fehlte mir die Kraft.Sagt irgendwer was?“, flüsterte Seren. Bitte.Adrian machte den Anfang. Er lachte einmal, ein kurzer, hässlicher Laut, und fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht.Wisst ihr, was das hier ist? sagte er. Er sprach zu niemandem im Besonderen. Mein Leben lang hat Vater dem Hof erzählt, das Tier sei tot. Darauf beruht jeder Vertrag. Jeder Sitz am Tisch. Kommt das raus, verlieren die Lykaner nicht bloß eine Geschichte. Sie verlieren den Grund, warum sie herrschen.Darum geht es nicht, sagte Seren.Es ist der einzige Punkt, der für die zählt, die hinter ihr her sein werden.Red nicht über mich, als wäre ich nicht da, sagte ich.Er klappte den Mund zu. Sah mich an. Zum ersten Mal wirkte er nicht wie jemand, der ein Problem verwaltet. Er sah verängstigt aus.Tut mir leid, sagte er.Ic
Last Updated: 2026-10-10
Chapter: Die nördliche Ruine
Wir fuhren um halb vier morgens los. Niemand hatte um Erlaubnis gefragt.Caius' Regel. Fragst du, sagt jemand Nein. Sagt jemand Nein, muss anschließend irgendwer dem König erklären, warum vier Studenten in derselben Nacht den Campus verlassen haben, in der ein Kriegstrupp nach Norden aufbrach.Adrians Pick-up-Stand steht hinter dem Fuhrpark. Der Motor lief schon, als wir ankamen. Hinten auf der Ladefläche ein Seil und zwei Taschenlampen.Caius blieb an der Beifahrertür stehen. Sieh mich an. Den Pick-up. Adrian.Ich fahre, sagte er.Es ist mein Wagen.Du bist seit zwanzig Stunden wach.Du auch.Ich brauche keinen Schlaf, sagte Caius. Gelogen. Jeder konnte es sehen. Adrian reichte ihm einfach die Schlüssel.Ich stieg hinten ein. Unter den Decken bewegte sich etwas.Seren setzte sich auf. Die Haare standen ihr in alle Richtungen ab.Sag nichts, sagte sie, bevor ich den Mund aufmachen konnte. Ich komme mit.Du warst nicht eingeladen.Ich habe gehört, wie ihr losgegangen seid. Liege seit z
Last Updated: 2026-10-08
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